Bilfinger Aktie: 40 Prozent Kurschance
Trotz deutlicher Kursverluste seit Jahresbeginn sehen Analysten bei Bilfinger ein Erholungspotenzial von rund 40 Prozent. Der Industriedienstleister profitiert von der Sanierung alter Fabriken und fokussiert sich auf margenstarke Services.

- Kursverlust von 23 Prozent seit Jahresbeginn
- Analysten sehen 40 Prozent Erholungspotenzial
- Fokus auf margenstarkes Servicegeschäft
- Schuldscheindarlehen über 450 Millionen Euro platziert
Bilfinger blickt auf ein schwieriges Halbjahr zurück. Seit Jahresbeginn verlor die Aktie fast 23 Prozent an Wert. Analysten sehen nun jedoch eine massive Kurschance von rund 40 Prozent. Der Industriedienstleister profitiert zunehmend von der energetischen Sanierung alter Fabriken.
Analysten setzen auf Aufholjagd
Der durchschnittliche Zielkurs der Experten liegt aktuell bei etwa 116 Euro. Das ist ein deutlicher Aufschlag zum jüngsten Schlusskurs von 82,65 Euro. Marktbeobachter stützen ihre Hoffnung auf die strategische Neuausrichtung des Konzerns. Bilfinger fokussiert sich verstärkt auf das margenstarke Servicegeschäft.
Europäische Industriekonzerne investieren momentan lieber in die Instandhaltung ihrer Anlagen statt in teure Neubauten. Bilfinger besetzt diese Nische als spezialisierter Dienstleister. Ein kürzlich platziertes Schuldscheindarlehen über 450 Millionen Euro sichert parallel dazu die nötige Liquidität für weiteres Wachstum.
Suche nach dem Boden
An der Börse notiert das Papier derzeit etwa 17 Prozent unter seinem 200-Tage-Durchschnitt. Nach dem Rücksetzer vom Jahreshoch bei 125,60 Euro sucht die Aktie nun einen Boden. Der Relative-Stärke-Index signalisiert mit einem Wert von 46,6 eine neutrale Lage.
Der Vorstand erweitert das Portfolio derweil durch gezielte Zukäufe. Die Übernahme der Plattform Zentur.io zeigt den Fokus auf digitale Lösungen. Diese Investitionen sollen helfen, die angestrebte EBITA-Marge von bis zu 6,2 Prozent im Jahr 2026 zu erreichen.
Für Klarheit dürften die Zahlen zum zweiten Quartal sorgen. Das Unternehmen plant die Veröffentlichung der Berichte für August. Hält die Aktie die Marke von 83 Euro nachhaltig, könnte der Abwärtstrend der vergangenen Monate vorerst enden. Bis zum Jahresende visiert das Management einen Umsatz von bis zu 5,9 Milliarden Euro an.
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