Bilfinger verbucht im Schlussquartal 2016 einen Verlust

Der Dienstleistungskonzern Bilfinger musste im vierten Quartal einen Rutsch in die Verlustzone verkraften. Dabei litt das Unternehmen vor allem unter Nachfrageschwächen im Bereich Industrial, Öl- und Gas und generell Power (Energie). Nun will der Konzern mit einer neuen Strategie wieder auf den Wachstumspfad zurück.

Im vierten Quartal verbuchte Bilfinger einen Rückgang der Gesamtleistung von zuvor 1,3 Milliarden Euro auf knapp 1,1 Milliarden Euro. Das bereinigte EBITA sank von zuvor 22 Millionen Euro auf nur noch 7 Millionen Euro. Daraus resultierte am Ende für das fortgeführte Geschäft ein Verlust von 4 Millionen Euro, nachdem man im Vorjahreszeitraum noch einen Gewinn von 11 Millionen Euro ausweisen konnte.

Etwas besser lief es am Ende für das Gesamtjahr. Zwar musste auch hier ein Rückgang um 16 % einer Gesamtleistung auf 4,2 Milliarden Euro ausgewiesen werden. Im Gegenzug konnte aber der Vorjahresverlust beim bereinigten EBITA (23 Millionen Euro) auf nun einen Gewinn von 15 Millionen Euro verbessert werden. Insgesamt meldete Bilfinger für das fortgeführte Geschäft im letzten Jahr zwar weiterhin Verluste, diese wurden allerdings von zuvor 30 Millionen Euro auf nur noch 8 Millionen Euro reduziert.

Bilfinger setzt auf Umstrukturierung

Um wieder zu einem nachhaltigen Wachstum zurückzukehren, verordnet sich Bilfinger nun eine neue Strategie. Wesentlicher Bestandteil ist eine organisatorische Restrukturierung. So will sich das Unternehmen nur noch auf zwei Geschäftsbereiche, vier Regionen und sechs Industrien fokussieren. Mit den entsprechenden Bündelungen der Aktivitäten hofft man, mittelfristig wieder ein durchschnittliches jährliches Wachstum der Gesamtleistung um mehr als 5 % zu erreichen. Die Marge des bereinigten EBITA soll spätestens im Jahr 2020 rund 5 % erreichen. Allerdings:

Für das laufende Jahr rechnet Bilfinger damit, dass die Leistung noch einmal abnehmen wird. Hier rechnet das Unternehmen mit Rückgängen im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich. Demgegenüber soll die bereinigte EBITA-Marge um rund 100 Basispunkte verbessert werden.

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