Biofrontera: Die Deutsche Balaton wird nicht locker lassen

Die erste Schlacht um die Vorherrschaft beim Biotech-Unternehmen Biofrontera ist entschieden. Die Deutsche Balaton AG und ihr Chef Wilhelm Zours hatten letzte Woche nicht genügend Aktien angedient bekommen, um die Kontrolle über das Pharma-Unternehmen zu erlangen.

Nachdem Zours sein Angebot dahingehend verbesserte, dass statt der vorhergehenden Kombination von 1 Euro je Aktie plus Optionsscheine auch 6 Euro in bar gezahlt werden sollten, konnte er immerhin 1,3 Millionen Anteilsscheine einsammeln.

Biofrontera kann vorerst unverändert weitermachen

Mit den schon im Bestand gehaltenen Aktien ergibt das nun eine Beteiligung von 18,84 %. Damit bleibt man hinter dem weiterhin größten Einzelaktionäre, der japanischen Maruho, zurück. Allerdings kann man sich wohl sicher sein: Das dürfte nur das erste Kapitel sein. Denn Zours scheint unbedingt die Kontrolle übernehmen zu wollen, um das Management auszuwechseln. Allerdings können die bislang bekannt gewordenen Alternativen, die Zours und Deutsche Balaton für den Geschäftsaufbau bieten, die meisten Aktionäre offensichtlich nicht überzeugen.

Aktie bleibt problematisch

Für die Aktie, die zuletzt das nachgebesserte Angebot mit einpreiste, ergibt sich aus der neuen Situation die grundlegende Frage: Schafft man es nun aus dem Seitwärtstrend nach oben heraus oder drohen nun größere Gewinnmitnahmen?

Rein fundamental ist Biofrontera mit seinem Hauptproduktamme Ameluz auf einem guten Weg, könnte entsprechend durchaus auch das Interesse neuer Investoren finden. Allerdings müsste dafür wohl dann auch erst mal wieder etwas Ruhe ins Unternehmen einkehren. Allerdings haben wir da unsere Zweifel, dass Deutsche Balaton nach der faktischen Niederlage schnell klein beigibt.

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