BioNTech: 15 Phase-3-Studien bis Jahresende

BioNTech vollzieht strategische Neuausrichtung mit Ablösung der Gründer und Fokus auf Krebsmedikamente. Die Finanzreserven sichern die ambitionierte Pipeline, während der Aktienkurs zuletzt deutlich zulegte.

Die Kernpunkte:
  • Gründer Sahin und Türeci planen Ausstieg bis 2026
  • Ambitioniertes Ziel von zehn Krebs-Zulassungen bis 2030
  • Finanzpolster von rund 17 Milliarden Euro für Forschung
  • Aktienkurs erholt sich deutlich vom Jahrestief

BioNTech steht vor einem historischen Umbruch. Während das Mainzer Unternehmen den Umbau vom Impfstoffhersteller zum Onkologie-Konzern forciert, bereitet sich die Führungsspitze auf den Abschied vor. Die für Anfang Mai angesetzten Quartalszahlen rücken diese Neuausrichtung in den Fokus der Anleger.

Neue Wege für die Gründer

Die Co-Gründer Ugur Sahin und Özlem Türeci planen, das Management bis Ende 2026 zu verlassen. Sie wollen ein neues, unabhängiges Biotechnologieunternehmen aufbauen. Dieses wird sich auf mRNA-Innovationen der nächsten Generation konzentrieren. BioNTech behält an dem neuen Projekt eine Minderheitsbeteiligung sowie Rechte an bestimmten Technologien. Der Aufsichtsrat sucht bereits nach Nachfolgern, um die langfristige Strategie abzusichern.

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Die Onkologie-Pipeline wächst

Bis 2030 strebt das Management zehn zugelassene Krebsindikationen an. Das laufende Jahr markiert dabei eine entscheidende Phase. BioNTech plant, bis Jahresende 15 klinische Studien in der späten Entwicklungsstufe zu betreiben.

Ein wichtiger Meilenstein ist die für Ende 2026 anvisierte Markteinführung der ersten eigenen Krebsimmuntherapie. Hoffnungsträger sind unter anderem der bispezifische Antikörper BNT327 und der Kandidat Trastuzumab Pamirtecan. Letzterer zeigte kürzlich in einer Phase-2-Studie bei Gebärmutterschleimhautkrebs eine objektive Ansprechrate von knapp 48 Prozent.

Milliardenpolster federt Umbau ab

Der finanzielle Spielraum für diese Forschungsoffensive ist gewaltig. BioNTech startete das Jahr mit liquiden Mitteln in Höhe von rund 17 Milliarden Euro. Diese Reserven sollen den Weg zur Marktreife der Krebstherapien absichern. Parallel dazu ordnen institutionelle Investoren ihre Portfolios neu. Pfizer trennte sich im vierten Quartal des Vorjahres von über 1,6 Millionen BioNTech-Aktien.

Am Aktienmarkt honorierten Anleger zuletzt die Fortschritte in der Pipeline. Seit dem Jahrestief von 72,50 Euro Mitte März kletterte der Kurs um über 22 Prozent nach oben. Aktuell notiert das Papier bei 89,00 Euro.

Am 5. Mai legt BioNTech die Ergebnisse für das erste Quartal vor. Dann muss das Management belegen, wie der Spagat zwischen hohen Forschungsausgaben und sinkenden Impfstofferlösen finanziell gelingt.

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