BioNTech: 47,9% Ansprechrate bei Endometrialkrebs

Die klinische Pipeline liefert, der Aktienkurs gibt nach. BioNTech meldet vielversprechende Daten aus der Krebsforschung. Parallel dazu bereiten sich Anleger auf tiefrote Quartalszahlen vor. Das Mainzer Unternehmen steht an einem Wendepunkt zwischen schwindenden Impfstoff-Erlösen und der onkologischen Zukunft.
In der Onkologie macht das Unternehmen sichtbare Fortschritte. Der Kandidat Trastuzumab Pamirtecan zeigte in einer Phase-2-Studie bei fortgeschrittenem Gebärmutterkrebs eine Ansprechrate von knapp 48 Prozent. Die Nebenwirkungen blieben laut Management handhabbar. Ein Zulassungsantrag ist für dieses Jahr geplant.
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Ebenso aussichtsreich positioniert sich Pumitamig gegen Lungenkrebs. Der bispezifische Antikörper rückt nun in sieben Phase-3-Studien vor. Dort tritt er im direkten Vergleich gegen den Blockbuster Keytruda von Merck an. An der Börse verpufften diese Nachrichten heute. Die BioNTech-Aktie verlor über drei Prozent auf 85,00 Euro.
Rote Zahlen erwartet
Der Blick des Marktes richtet sich bereits auf den morgigen Dienstag. Vor US-Börseneröffnung präsentiert BioNTech die Ergebnisse für das erste Quartal. Analysten rechnen mit einem Verlust von 2,15 Euro je Aktie. Der Umsatz dürfte auf rund 185 Millionen Euro einbrechen. Das unterstreicht den anhaltenden Nachfragerückgang bei den Covid-19-Impfstoffen.
Geopolitischer Druck wächst
Hinzu kommt ein raues makroökonomisches Umfeld für die gesamte Biotech-Branche. Die US-Regierung droht mit massiven Zöllen auf importierte Markenmedikamente. Um Strafabgaben abzuwenden, haben zahlreiche Pharmakonzerne bereits Preisdeckelungen für den US-Markt akzeptiert. Konkurrenten wie Pfizer oder AstraZeneca verlagern obendrein milliardenschwere Investitionen in amerikanische Produktionsstätten.
Auf der anderen Seite verschärft China die Gangart. Ein neues Dekret zur industriellen Sicherheit erlaubt es Peking, ausländische Unternehmen bei unliebsamen Entscheidungen zu sanktionieren. Das trifft eine Branche, die zunehmend auf chinesische Kapazitäten in der klinischen Forschung angewiesen ist.
Am Dienstagnachmittag um 14:00 Uhr europäischer Zeit muss das Management Farbe bekennen. Neben den reinen Finanzkennzahlen erwarten Investoren auf der Telefonkonferenz ein konkretes Update zur strategischen Ausrichtung. Langfristig erhält die mRNA-Forschung weiter Rückenwind. So verlängerte Bayern erst kürzlich die Förderung für das internationale Graduiertenprogramm „RNAmed“ bis in das Jahr 2030.
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