BioNTech Aktie: Analysten unter Druck

Leerink Partners reduziert BioNTech-Kursziel auf 94 US-Dollar und bewertet Erfolgschancen der Phase-3-Studie für Gotistobart kritischer. Auch COVID-Impfstoff und Führungswechsel belasten die Aktie.

Die Kernpunkte:
  • Kursziel von Leerink auf 94 US-Dollar gesenkt
  • Skepsis bei Phase-3-Studie für Krebsmittel Gotistobart
  • COVID-Booster-Studie gestoppt, Umsatzrückgang erwartet
  • CEO- und CMO-Abgang zum Jahresende angekündigt

Leerink Partners hat sein Kursziel für BioNTech von 113 auf 94 US-Dollar gesenkt — und damit die Messlatte für das laufende Jahr deutlich tiefer gelegt. Im Zentrum der Skepsis steht der CTLA-4-Antikörper Gotistobart, dessen Erfolgschancen in der entscheidenden Phase-3-Studie die Analysten nun kritischer einschätzen.

Gotistobart unter Beobachtung

Die PRESERVE-003-Studie prüft Gotistobart bei Patienten mit metastasiertem squamösem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs — einem Tumor, der auf vorherige Immuntherapie plus Chemotherapie nicht angesprochen hat. Leerink bezeichnet den Studienauslesung als wichtigsten internen klinischen Katalysator für BioNTech in diesem Jahr.

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Frühere Daten aus der nicht-pivotalen Studienphase hatten noch Zuversicht geweckt: Sie zeigten eine klinisch bedeutsame Antitumoraktivität und ein um 54 Prozent reduziertes Sterberisiko gegenüber der Standardchemotherapie. Neue klinische Informationen haben Leerinks Einschätzung der Erfolgswahrscheinlichkeit für die pivotale Phase jedoch gedämpft.

Mehrere Baustellen gleichzeitig

Neben der Onkologie-Pipeline bereitet auch das COVID-Vakzin Comirnaty Sorgen. BioNTech und Partner Pfizer konnten eine von der FDA im Jahr 2025 geforderte Phase-3-Studie zur Bestätigung des Booster-Nutzens bei gesunden Erwachsenen zwischen 50 und 64 Jahren nicht vollständig rekrutieren. Das Unternehmen begründete den Stopp mit einer schwachen COVID-Saison und niedrigen Fallzahlen — nicht mit Sicherheits- oder Nutzen-Risiko-Bedenken.

Hinzu kommt der angekündigte Abgang von CEO Uğur Şahin und CMO Özlem Türeci zum Jahresende. Leerink sieht in einer starken Nachfolgebesetzung zwar Aufwärtspotenzial, verweist aber auch darauf, dass die Aktie seit der Ankündigung bereits rund elf Prozent verloren hat. BMO Capital und H.C. Wainwright haben ihre Kursziele ebenfalls gesenkt — auf 128 beziehungsweise 130 US-Dollar.

Starke Bilanz als Puffer

Trotz der Belastungen verfügt BioNTech über erhebliche finanzielle Reserven. Ende 2025 belief sich die Liquiditätsreserve auf rund 17,2 Milliarden Euro — genug, um die laufende Transformation zu finanzieren. Für 2026 rechnet das Unternehmen allerdings mit einem deutlichen Umsatzrückgang von rund 25 Prozent auf 2,0 bis 2,3 Milliarden Euro, nach einem Nettoverlust von 1,14 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2025.

Parallel plant BioNTech, sechs weitere Phase-3-Studien zu starten und erwartet insgesamt sieben spätstufige Datenpräsentationen in diesem Jahr. Der PRESERVE-003-Readout bleibt dabei das Ereignis, an dem sich der Kurs am stärksten orientieren dürfte.

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