BioNTech Aktie: Bayer klagt

Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer erhebt Patentverletzungsvorwürfe gegen BioNTech, Pfizer und Moderna. Gleichzeitig hat BioNTech die Akquisition von CureVac abgeschlossen und stärkt so seine Marktposition.

Die Kernpunkte:
  • Bayer klagt wegen angeblicher mRNA-Patentverletzungen
  • Vollständige Übernahme von CureVac nun abgeschlossen
  • Integration bringt zusätzliche Patente und Kapazitäten
  • Strategiepräsentation auf J.P. Morgan Conference erwartet

BioNTech steht vor einer neuen rechtlichen Herausforderung. Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer hat am Mittwoch Klage gegen BioNTech, Pfizer und Moderna eingereicht – und wirft den Vaccine-Herstellern Patentverletzungen bei ihrer mRNA-Technologie vor. Gleichzeitig hat BioNTech die vollständige Übernahme von CureVac abgeschlossen. Wie schlagen sich diese Entwicklungen auf die Aktie nieder?

Bayer fordert Schadenersatz

Die Klage wurde beim US-Bezirksgericht in Delaware eingereicht. Bayer beruft sich auf Patente zur mRNA-Stabilisierung, die ursprünglich in den 1980er-Jahren von der Tochtergesellschaft Monsanto für landwirtschaftliche Anwendungen entwickelt wurden. Der Konzern argumentiert, dass genau diese Technologie entscheidend für die Stabilität der COVID-19-Impfstoffe war. Bayer fordert nicht näher bezifferten Schadenersatz, verzichtet jedoch auf ein Produktionsverbot.

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Die rechtliche Auseinandersetzung fügt eine neue Dimension zu den bereits laufenden Patentstreitigkeiten im mRNA-Sektor hinzu. Anders als bei früheren Konflikten mit direkten Wettbewerbern wie Moderna oder CureVac stammen die Ansprüche diesmal aus der Agrarchemie – ein Hinweis darauf, wie grundlegend die Forschung zur mRNA-Stabilisierung ist.

CureVac-Übernahme abgeschlossen

Parallel dazu hat BioNTech einen strategischen Meilenstein erreicht. Am Dienstag, den 6. Januar, wurde die vollständige Übernahme von CureVac formell abgeschlossen. BioNTech ist nun alleiniger Eigentümer der Geschäftsaktivitäten seines ehemaligen Konkurrenten. Die CureVac-Aktien werden ab dem 16. Januar vom Nasdaq Global Market dekotiert.

Die Integration verschafft BioNTech Zugang zu zusätzlichen mRNA-Patenten und Produktionskapazitäten – ein wichtiger Schritt, da das Unternehmen seinen Fokus von den Pandemie-Impfstoffen auf die Onkologie verlagert. Die Konsolidierung stärkt die Position des Mainzer Konzerns als dominierender Akteur im deutschen mRNA-Markt.

Strategiepräsentation steht bevor

Der Blick richtet sich nun auf die 44. J.P. Morgan Healthcare Conference in San Francisco. BioNTech wird am Dienstag, den 13. Januar 2026, seine strategischen Prioritäten für das laufende Jahr vorstellen. Investoren erwarten konkrete Umsatzprognosen für das Onkologie-Portfolio sowie aktuelle Daten aus Phase-3-Studien, insbesondere zum Kandidaten BNT327. Auch eine Einschätzung zum möglichen finanziellen Einfluss der Bayer-Klage dürfte Thema sein.

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