BioNTech Aktie: Buyback startet am 8. Juni

BioNTech leitet Aktienrückkauf ein und signalisiert Unterbewertung. Trotz vielversprechender Onkologie-Daten bleibt der Kurs deutlich unter dem Jahreshoch.

Die Kernpunkte:
  • Rückkauf von bis zu einer Milliarde Dollar
  • Kurs liegt 27 Prozent unter Jahreshoch
  • Positive ASCO-Daten zu zwei Krebsmitteln
  • UBS stuft Aktie auf Kaufen hoch

BioNTech hat sein Aktienrückkaufprogramm offiziell gestartet. Seit dem 8. Juni kauft das Unternehmen eigene American Depositary Shares an der Nasdaq zurück — bis zu einer Milliarde US-Dollar, laufend bis Mai 2027. Das Signal ist klar: Das Management hält die eigene Aktie für unterbewertet.

Milliarden-Buyback mit klaren Regeln

Die Supervisory und Management Boards hatten das Programm bereits am 7. Mai genehmigt. Nun läuft die Umsetzung. BioNTech darf bis zu 10 Prozent des Grundkapitals zurückkaufen — maximal 24,9 Millionen Aktien. Pro Tag sind Käufe auf 25 Prozent des durchschnittlichen Tagesvolumens der vorangegangenen 20 Handelstage begrenzt. Transaktionsberichte erscheinen innerhalb von sieben Handelstagen.

Die zurückgekauften Papiere sollen laut Unternehmen laufende Verpflichtungen abdecken und die Kapitaleffizienz verbessern.

Aktie weit vom Jahreshoch entfernt

Der Kurs steht aktuell bei 77,60 Euro — rund 27 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 105,80 Euro, das im Januar erreicht wurde. Seit Jahresbeginn hat die Aktie knapp sechs Prozent verloren. Auf Sicht von zwölf Monaten sind es sogar rund 14 Prozent.

Dabei mangelt es nicht an klinischen Neuigkeiten. Auf dem ASCO-Kongress 2026 präsentierte BioNTech Daten zu zwei Onkologie-Kandidaten: Pumitamig zeigte antitumorale Aktivität bei nicht-kleinzelligem Lungenkrebs in der Erstlinie. Gotistobart lieferte dauerhafte Überlebensdaten bei platinresistentem Eierstockkrebs. Der Kurs reagierte kaum.

Im ersten Quartal 2026 sanken die Erlöse auf 118,1 Millionen Euro — ein Rückgang von 35 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Nettoverlust lag bei 531,9 Millionen Euro. Der Rückgang spiegelt vor allem schwächere COVID-19-Impfstoffumsätze wider. Für das Gesamtjahr bestätigte BioNTech die Umsatzprognose von 2,0 bis 2,3 Milliarden Euro.

Pipeline wächst, Datenpunkte kommen

BioNTech plant 2026 den Start von sechs weiteren Phase-3-Studien in der Onkologie. Damit steigt die Gesamtzahl laufender Phase-3-Studien auf 15. Sieben Spätphasen-Datenauslesungen erwartet das Unternehmen noch in diesem Jahr.

Besonders im Blick: Trastuzumab pamirtecan, ein Antikörper-Wirkstoff-Konjugat, soll Phase-3-Ergebnisse bei HER2-niedrigem Brustkrebs liefern. Parallel plant BioNTech die Einreichung eines Zulassungsantrags für den Kandidaten bei HER2-positivem Endometriumkarzinom.

UBS hat die Aktie nach den ASCO-Daten von „Neutral“ auf „Buy“ hochgestuft und das Kursziel auf 135 US-Dollar angehoben — zuvor waren es 117 Dollar. Begründung: gestiegenes Vertrauen in die Spätphasen-Pipeline.

Das Rückkaufprogramm gibt dem Kurs kurzfristig eine technische Stütze. Ob die anstehenden Datenpakete aus den Phase-3-Studien die Lücke zum Jahreshoch schließen können, entscheidet sich spätestens im zweiten Halbjahr.

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