BioNTech Aktie: Erste Phase-2-Daten für HER3-ADC

BioNTech präsentiert erste klinische Ergebnisse für seinen HER3-Wirkstoff BNT326 bei Lungenkrebs. Das Unternehmen sieht sich jedoch mit sinkenden Umsätzen und einem bevorstehenden Führungswechsel konfrontiert.

Die Kernpunkte:
  • Erste Phase-2-Daten für HER3-Wirkstoff BNT326
  • Antitumorale Aktivität bei fortgeschrittenem Lungenkrebs
  • Pipeline umfasst 16 laufende Lungenkrebsstudien
  • Unternehmensführung wechselt bis Ende 2026

Beim Europäischen Lungenkrebskongress in Kopenhagen hat BioNTech heute seinen HER3-zielgerichteten Antikörper-Wirkstoff-Konjugat BNT326/YL202 erstmals mit klinischen Daten untermauert. Die Ergebnisse aus einer Phase-2-Studie in China zeigen antitumorale Aktivität bei Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom — und das bei einem handhabbaren Sicherheitsprofil. Ein erster klinischer Nachweis, der die Substanz von der reinen Pipeline-Hoffnung in die Datenwirklichkeit überführt.

BNT326 trifft auf pumitamig

BNT326/YL202 wurde gemeinsam mit MediLink Therapeutics entwickelt und richtet sich gegen den HER3-Rezeptor, der bei verschiedenen Tumorarten überexprimiert wird. Die Phase-2-Daten aus China umfassen Patienten, die nach Standardtherapien einen Rückfall erlitten hatten — genau jene schwer zu behandelnde Gruppe, für die neue Optionen dringend gesucht werden.

Die Ergebnisse stützen nun eine Kombinationsstudie, in der BNT326/YL202 zusammen mit dem Immunmodulator pumitamig getestet wird. Pumitamig selbst lieferte beim Kongress aktualisierte Daten in zwei Indikationen: erstlinige extensive kleinzellige Lungenkarzinome sowie EGFR-mutiertes nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom nach Versagen von Tyrosinkinase-Inhibitoren. Diese Daten unterstützen die laufenden globalen Phase-3-Studien ROSETTA Lung-01 und Lung-02.

Breite Pipeline, enger Finanzrahmen

BioNTechs Lungenkrebsprogramm umfasst mittlerweile 16 laufende Studien, darunter vier pivotale Phase-3-Studien und fünf Kombinationsstudien mit neuartigen Wirkstoffpaaren. Bis Ende 2026 sollen insgesamt 15 Phase-3-Studien aktiv sein — und sieben spätstadige Datenpakete stehen in diesem Jahr noch an.

Der klinische Fortschritt trifft allerdings auf eine angespannte Finanzlage. 2025 verzeichnete BioNTech einen Nettoverlust von 1,14 Milliarden Euro bei einem Umsatz von 2,87 Milliarden Euro. Für 2026 erwartet das Unternehmen Erlöse zwischen 2,0 und 2,3 Milliarden Euro — ein weiterer Rückgang. Hinzu kommt der angekündigte Abgang von CEO Ugur Sahin und CMO Özlem Türeci bis Ende 2026, die ein neues mRNA-fokussiertes Unternehmen gründen wollen. BioNTech wird dabei mRNA-Technologien und entsprechende Rechte zu Marktkonditionen einbringen und erhält dafür eine Minderheitsbeteiligung sowie Meilensteinzahlungen und Lizenzgebühren. Die Suche nach Nachfolgern hat der Aufsichtsrat bereits eingeleitet.

Die sieben geplanten spätstadigen Datenpakete in diesem Jahr werden zeigen, ob die klinische Breite der Pipeline den wachsenden Verlusten und dem Führungswechsel standhalten kann.

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