BioNTech Aktie: Klage gegen Moderna

BioNTech reicht Klage gegen Modernas COVID-19-Vakzin mNEXSPIKE ein und beansprucht eine eigene mRNA-Technologie. Der Streit betrifft einen Großteil von Modernas Impfstoffumsätzen.

Die Kernpunkte:
  • Klage wegen Patentverletzung vor US-Gericht
  • Streit um spezifische mRNA-Impfstoffarchitektur
  • mNEXSPIKE macht Großteil von Modernas Umsatz aus
  • Gegenseitige Klagen im Milliardenmarkt

BioNTech greift Konkurrent Moderna frontal an. Am 19. Februar reichte das Mainzer Biotechnologie-Unternehmen Klage wegen Patentverletzung bei einem US-Bundesgericht in Delaware ein. Im Visier: Modernas neuer COVID-19-Impfstoff mNEXSPIKE, der 2025 von der FDA zugelassen wurde. Die finanziellen Dimensionen sind beträchtlich.

Streit um mRNA-Technologie

Laut der bei Reuters zitierten Klageschrift geht es um ein Patent, das eine spezielle mRNA-Impfstoff-Architektur schützt. Die Technologie nutzt nur ausgewählte Schlüsselregionen des Coronavirus-Spike-Proteins statt der vollständigen Version. BioNTech argumentiert, dieser Ansatz ermögliche eine wirksame Immunisierung bei niedrigerer Dosierung und sei bei der Entwicklung von Comirnaty gemeinsam mit Partner Pfizer entstanden.

Die Zahlen zeigen die Tragweite: Nach BioNTechs Gerichtsunterlagen soll mNEXSPIKE etwa 55 Prozent von Modernas COVID-19-Impfstoffumsätzen in der Atemwegs-Saison 2025/2026 ausmachen. Moderna kündigte an, sich gegen die Vorwürfe zu verteidigen. BioNTech begründete den Schritt mit dem Schutz seiner „mRNA-basierten Innovationen, die das Unternehmen entwickelt und patentiert hat“.

Gegenseitige Angriffe

Der Rechtsstreit ist keine Einbahnstraße. Moderna hatte BioNTech und Pfizer bereits 2022 wegen Patentverletzung bei Comirnaty verklagt – dieses Verfahren läuft noch. Die wechselseitigen Klagen sind Teil einer branchenweiten Welle von Patent-Auseinandersetzungen, bei denen es um Lizenzgebühren aus den Milliardenumsätzen der Pandemie-Impfstoffe geht.

Zahlen am 10. März

BioNTech wird am 10. März die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vorlegen. Auf der J.P. Morgan Healthcare-Konferenz im Januar hatte das Unternehmen seine Prioritäten für 2026 skizziert: 15 Phase-3-Studien in der Onkologie bis Jahresende und sieben Datenauslesungen in späten Studienphasen. Die Kassen- und Investitionsposition lag Ende 2025 bei rund 17,2 Milliarden Euro.

Der Impfstoffmarkt steht unter Druck. Die COVID-19-Umsätze sind von den Pandemie-Höchstständen deutlich zurückgegangen. BioNTech peilt für 2025 Erlöse zwischen 2,6 und 2,8 Milliarden Euro an. Mit Umsätzen aus Onkologie-Produkten rechnet das Unternehmen 2026 noch nicht.

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