BioNTech Aktie: Melbourne hat jetzt eine mRNA-Anlage
Im dritten Quartal 2026 sank BioNTechs Umsatz, während das Unternehmen einen Nettogewinn erzielte und die Umsatzuntergrenze anhob.

- Melbourner Anlage für mRNA-Forschung eröffnet
- Pumitamig-Partnerschaft brachte 613 Millionen Euro
- Quartalsumsatz unter Vorjahresniveau
- Nettoergebnis wechselte in die Gewinnzone
BioNTech hat am 20. Oktober eine Anlage für mRNA-Produktion und Forschung an der La Trobe University in Melbourne eröffnet. Medienberichten zufolge ist die Fertigung dort auf den klinischen Maßstab ausgerichtet. Damit verbindet der Standort die Herstellung für klinische Zwecke mit Forschungsaktivitäten.
Pumitamig-Partnerschaft liefert Umsatzbeitrag
Zum Geschäft gehört auch die strategische Partnerschaft mit Bristol Myers Squibb für den Wirkstoff Pumitamig. Nach Angaben von BioNTech entfielen im dritten Quartal 2026 Umsatzerlöse von 613 Millionen Euro auf diese Zusammenarbeit. Das Unternehmen bezifferte den Beitrag gestern im Zusammenhang mit seiner Quartalsberichterstattung.
Vor rund zwei Wochen hatten BioNTech und Bristol Myers Squibb ermutigende Ergebnisse aus der Phase-2-Studie ROSETTA Lung-107 gemeldet. Untersucht wurde Pumitamig in Kombination mit Docetaxel bei fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs. Die behandelten Patienten hatten zuvor unter einer Erstlinienbehandlung aus Immuntherapie und Chemotherapie ein Fortschreiten ihrer Erkrankung erlebt.
Gewinn trotz niedrigerer Erlöse
Mit den bereits veröffentlichten Quartalszahlen meldete BioNTech für das dritte Quartal 2026 einen Umsatz von 1.289,2 Millionen Euro. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen noch 1.518,9 Millionen Euro erlöst. Die Einnahmen lagen damit unter dem Vergleichswert des Vorjahres.
Beim Nettoergebnis gelang dagegen die Rückkehr in die Gewinnzone: BioNTech erzielte einen Gewinn von 184,5 Millionen Euro. Im Vorjahresquartal hatte das Unternehmen einen Nettoverlust von 28,7 Millionen Euro ausgewiesen.
Im Rahmen der bereits gemeldeten Anhebung der Umsatzprognose für 2026 setzte BioNTech die Untergrenze auf 1,7 Milliarden Euro herauf. Zuvor hatte sie bei 1,6 Milliarden Euro gelegen. Die Obergrenze der erwarteten Jahreserlöse blieb unverändert bei 1,9 Milliarden Euro.
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