BioNTech Aktie: Patentkrieg eskaliert
BioNTech eröffnet neue Klagefront gegen Moderna wegen Patentverletzung und stellt sich mit Vorstandserweiterung und Jahreszahlen für einen ereignisreichen März auf.

- Neue Patentklage gegen US-Konkurrenten Moderna
- Erweiterung des Vorstands um Chief People Officer
- Bilanzpressekonferenz mit Jahreszahlen am 10. März
- Onkologie-Pipeline mit zahlreichen Studien in Spätphase
BioNTech hat eine neue Front im Kampf um geistiges Eigentum im Bereich mRNA-Technologie eröffnet. Das Mainzer Biotech-Unternehmen verklagt den US-Konkurrenten Moderna wegen Patentverletzung – und kehrt damit die Rollen im jahrelangen Rechtsstreit um. Hinzu kommen die Erweiterung des Vorstands und die anstehenden Jahreszahlen am 10. März. Ein ereignisreicher Monat für die Aktie.
Klage gegen Moderna eingereicht
BioNTech reichte am 19. Februar 2026 Klage vor einem Bundesgericht in Delaware ein. Der Vorwurf: Modernas COVID-19-Impfstoff mNEXSPIKE verletze ein Patent von BioNTech und Partner Pfizer, das im Zusammenhang mit deren Vakzin Comirnaty entwickelt wurde.
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Konkret geht es um das US-Patent Nr. 12.133.899. BioNTech argumentiert, mNEXSPIKE nutze eine vereinfachte mRNA-Impfstoff-Technologie, die eine niedrigere Dosierung ermöglicht – eine Entwicklung, die BioNTech für sich beansprucht. Der Impfstoff wurde 2025 von der US-Arzneimittelbehörde FDA zugelassen.
Die finanziellen Dimensionen sind beachtlich: Laut BioNTech soll mNEXSPIKE für 55 Prozent der COVID-Impfstofferlöse von Moderna in der Atemwegsvirus-Saison 2025/26 verantwortlich sein. BioNTech fordert Schadenersatz für Herstellung, Vermarktung und Verkauf des Produkts. Moderna kündigte an, sich entschieden gegen die Vorwürfe zu verteidigen.
Die Klage markiert eine Umkehr der Verhältnisse: 2022 hatte Moderna BioNTech und Pfizer wegen Comirnaty verklagt – ein Verfahren, das noch läuft. Der Rechtsstreit reiht sich ein in eine Serie von Patentklagen im Biotech-Sektor, bei denen es um Lizenzgebühren für Blockbuster-Impfstoffe geht.
Vorstand wächst, Pipeline wird ausgebaut
Zum 1. März 2026 ernannte der Aufsichtsrat Kylie Jimenez als Chief People Officer in den Vorstand. Die Personalie unterstreicht BioNTechs Strategie, bis 2030 zu einem Multi-Produkt-Onkologie-Unternehmen zu werden. Jimenez bringt über 20 Jahre Erfahrung in internationalen Führungspositionen mit, zuletzt als globale Personalchefin beim Industriekonzern Georg Fischer.
In der Onkologie-Pipeline hat BioNTech in den vergangenen zwei Jahren die Anzahl der Phase-2- und Phase-3-Studien mehr als verdoppelt. Derzeit laufen über 25 späte Studienphasen. 2026 sollen sechs weitere Phase-3-Studien starten, insgesamt werden damit 15 erwartet. Sieben Spätphasen-Datenauslesungen sind für dieses Jahr geplant, bis 2030 und darüber hinaus mindestens 17.
Zahlen und Ausblick am 10. März
Am 10. März 2026 legt BioNTech die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vor. Zum Jahresende 2025 verfügte das Unternehmen über rund 17,2 Milliarden Euro an liquiden Mitteln und Wertpapieren. Die Umsatzprognose für 2025 wurde auf 2,6 bis 2,8 Milliarden Euro angehoben, nachdem eine Zahlung von 1,5 Milliarden Dollar aus der Partnerschaft mit Bristol Myers Squibb eingegangen war. Gleichzeitig senkte BioNTech die Prognosen für Forschungs-, Vertriebs- und Investitionsausgaben.
Für 2026 rechnet das Unternehmen mit einem moderaten Rückgang der Comirnaty-Erlöse im Vergleich zu 2025. Hintergrund sind veränderte Impfempfehlungen, insbesondere in den USA, und der anhaltende Übergang von mehrjährigen Verträgen zu privaten Märkten. Umsätze aus dem Verkauf von Onkologie-Produkten erwartet BioNTech 2026 noch nicht.
Die kommenden Wochen zählen zu den informationsreichsten für die BioNTech-Aktie seit Monaten. Mit der Moderna-Klage, dem erweiterten Vorstand und den Jahreszahlen am 10. März laufen mehrere Entwicklungsstränge zusammen, die die mittelfristige Ausrichtung des Unternehmens prägen werden.
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