BioNTech Aktie: Wall Street Zen hebt auf Halten
Wall Street Zen stuft BioNTech hoch, doch andere Analysten zeigen sich skeptisch. Der Aktienkurs bleibt unter Druck.

- Hochstufung von Verkaufen auf Halten
- Andere Banken senken Kursziele
- Aktie notiert knapp über 50-Tage-Linie
- Onkologie-Pipeline als Hoffnungsträger
Wall Street Zen hebt BioNTech von „Verkaufen“ auf „Halten“ an. Klingt nach einer guten Nachricht. Bei näherem Blick zeigt sich aber ein zerklüftetes Bild: Andere Banken bewegen sich in die entgegengesetzte Richtung.
Die Aktie notiert am Montag bei 80,00 Euro, ein minimales Minus von 0,25 Prozent. Damit bleibt der Kurs nur knapp über dem 50-Tage-Durchschnitt von 79,25 Euro. Zum 200-Tage-Durchschnitt von 84,85 Euro klafft weiterhin eine Lücke von fast sechs Prozent – ein Hinweis auf den fortgesetzten mittelfristigen Abwärtstrend.
Eine Hochstufung, viele Gegenstimmen
Die neue Einstufung von Wall Street Zen reiht sich in ein breites Meinungsspektrum ein. Morgan Stanley senkte sein Kursziel am 8. Juli von 126 auf 119 Dollar, behält aber die Einstufung „Übergewichten“ bei. Berenberg kappte sein Ziel bereits im Mai von 155 auf 140 Dollar, ebenfalls mit einer Kauf-Empfehlung versehen.
Andere Häuser bestätigten ihre Position ohne Änderung. HC Wainwright bekräftigte im April ein Kursziel von 130 Dollar mit „Kaufen“. Sanford C. Bernstein blieb im Juni bei „Marktentsprechend“.
Insgesamt kommt BioNTech derzeit auf eine Kaufempfehlung von vierzehn Analysten – davon einer mit „Strong Buy“ –, vier Halten-Voten und eine einzelne Verkaufsempfehlung. Die Kursziel-Spanne zwischen Morgan Stanleys 119 Dollar und Berenbergs 140 Dollar zeigt: Einigkeit sieht anders aus.
Institutionelle Investoren bauen leise auf
Fondsgesellschaften bewegen sich parallel zu den Analysten-Diskussionen. Larson Financial Group stockte seine Position im vierten Quartal um 86,4 Prozent auf, wenn auch von einer kleinen Basis aus. Ameriprise Financial erhöhte seinen Bestand im zweiten Quartal um ein Prozent auf einen Wert von rund 3,07 Millionen Dollar.
Konzerninsider halten weiterhin 19,20 Prozent der Anteile, institutionelle Investoren kommen auf 15,52 Prozent. Diese Zahlen deuten auf eine gewisse Stabilität in der Aktionärsbasis hin, auch wenn sie keine dramatische Kaufwelle belegen.
Zwischen Impfstoff-Cashflow und Onkologie-Wette
Der Kurswert von BioNTech hängt fest an einer alten Frage: Wie schnell kann die Onkologie-Pipeline die schrumpfenden Einnahmen aus dem Corona-Impfstoffgeschäft ersetzen? Das Unternehmen setzt dabei auf zwei Kandidaten in später klinischer Phase, Pumitamig und Gotistobart, beide in Partnerschaft mit anderen Pharmakonzernen entwickelt.
Parallel dazu belasten juristische Altlasten rund um das mRNA-Impfstoffgeschäft weiterhin die Nachrichtenlage. Das kurzfristige Cashflow-Fundament des Konzerns bleibt an die Impfstoffverkäufe gekoppelt, während sich das Wachstumsversprechen zunehmend auf die Krebsforschung verlagert.
Für die Aktie dürfte am Ende weniger die Meinung einzelner Analysehäuser zählen als die nächsten klinischen Studienergebnisse. Sie gelten als der eigentliche Test dafür, ob die Onkologie-Strategie das Wachstumsversprechen jenseits der Pandemie einlösen kann.
BioNTech-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BioNTech-Analyse vom 21. Juli liefert die Antwort:
Die neusten BioNTech-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BioNTech-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BioNTech: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




