BioNTech: Vier Werke dicht, 1.860 Jobs weg

BioNTech schließt vier Produktionsstätten und streicht fast 1.900 Stellen. Die Einsparungen fließen in die beschleunigte Onkologie-Pipeline.

Die Kernpunkte:
  • Schließung von vier Werken
  • Fast 1.900 Stellenstreichungen
  • Fokus auf Krebsforschung
  • Aktienrückkaufprogramm angekündigt

BioNTech zieht einen harten Schlussstrich unter die Pandemie-Ära. Der Mainzer Konzern schließt vier Produktionsstätten und streicht fast 1.900 Stellen. Das freigewordene Kapital fließt direkt in die Krebsforschung.

Radikaler Umbau der Produktion

Bis Ende des nächsten Jahres macht BioNTech seine Standorte in Idar-Oberstein, Marburg und Tübingen dicht. Auch das Werk in Singapur schließt bereits im ersten Quartal. Etwa 1.860 Arbeitsplätze fallen weg.

Finanzchef Ramón Zapata begründet den Schritt mit ungenutzten Kapazitäten. Das Management prüft nun den Verkauf der Anlagen. Das Ziel: Einsparungen von bis zu 500 Millionen Euro jährlich ab 2029.

Die Umstrukturierung begleitet schwache Quartalszahlen. Der Umsatz fiel im ersten Quartal auf rund 118 Millionen Euro. Im Vorjahr standen hier noch knapp 183 Millionen Euro.

Die Nachfrage nach Covid-19-Impfstoffen sinkt weltweit drastisch. BioNTech und Partner Pfizer pausierten kürzlich obendrein eine große klinische Studie in den USA wegen fehlender Teilnehmer.

Parallel dazu wuchs der operative Verlust auf 677,5 Millionen Euro. Hohe Ausgaben für Forschung belasten das Ergebnis. Für das Gesamtjahr rechnet der Vorstand mit Erlösen von maximal 2,3 Milliarden Euro.

An der Börse reagieren Investoren verhalten auf den schrumpfenden Umsatz. Die Skepsis überwiegt aktuell die Hoffnungen auf die neue Forschungspipeline.

Die BioNTech-Aktie notiert bei 79,80 Euro und verlor auf Wochensicht fast zehn Prozent. Damit rutschte der Kurs unter die 50-Tage-Linie.

Ein massives Polster sichert den Umbau ab. Die Kasse ist mit 16,8 Milliarden Euro prall gefüllt. Davon fließt nun bis zu eine Milliarde US-Dollar in ein angekündigtes Aktienrückkaufprogramm.

Die Zukunft liegt in der Onkologie

BioNTech wandelt die alte Infrastruktur in Treibstoff für neues Wachstum um. Die klinische Pipeline wächst rasant. Allein in diesem Jahr starteten fünf entscheidende Studien für den Wirkstoffkandidaten Pumitamig.

Dieser Antikörper zielt auf die Behandlung von Tumoren ab. BioNTech entwickelt ihn gemeinsam mit Bristol Myers Squibb. Im Frühjahr startete eine weitere Studie mit Boehringer Ingelheim für Lungenkrebs-Patienten.

Die nächsten Monate liefern wichtige Daten. Das Management erwartet sechs Ergebnisse aus späten Studienphasen. Diese Resultate entscheiden über die Zulassungschancen der neuen Krebstherapien.

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