Bitcoin: 10 Milliarden Dollar für Hormuz-Plattform

Ein Waffenstillstand am Persischen Golf beendet den Bitcoin-Ausverkauf und treibt die Kryptowährung auf ein Zwei-Wochen-Hoch.

Die Kernpunkte:
  • USA und Iran einigen sich auf Waffenstillstand
  • Bitcoin steigt auf 66.300 US-Dollar
  • Iran plant Blockchain-Plattform für Bitcoin-Handel
  • MicroStrategy kauft weitere Bitcoin-Anteile

Ein historischer Deal am Persischen Golf mischt die Kryptomärkte auf. Die USA und der Iran legen ihren Konflikt um die Straße von Hormus vorerst bei. Das entspannt die Weltwirtschaft spürbar. Bitcoin reagiert sofort und klettert auf ein Zwei-Wochen-Hoch.

Milliarden-Pläne am Persischen Golf

Ein 60-tägiger Waffenstillstand beendet die Blockade der wichtigen Seehandelsroute. Die Einigung treibt Investoren in Risikoanlagen. Der Dow Jones und die Nasdaq markieren Rekordstände. Parallel dazu bricht der Ölpreis ein. WTI-Rohöl fällt um fast fünf Prozent.

Für den Kryptomarkt bringt das Abkommen eine besondere Wendung. Der Iran plant eine eigene Blockchain-Plattform namens „Hormuz Safe“. Darüber will das Land künftig Handelsgeschäfte in Bitcoin abwickeln. Das anvisierte Volumen liegt bei zehn Milliarden US-Dollar pro Jahr.

Aktuell notiert Bitcoin bei rund 66.300 US-Dollar. Damit hat sich der Kurs deutlich von seinem jüngsten Jahrestief bei 59.228 US-Dollar gelöst. Auf Jahressicht steht dennoch ein Minus von gut 25 Prozent auf der Kurstafel.

Großinvestoren greifen wieder zu

Die diplomatische Entspannung trifft auf ein ausgetrocknetes Angebot. Großinvestoren haben ihre jüngste Verkaufswelle beendet. Laut On-Chain-Daten zogen Wale Anfang Juni über 11.400 Bitcoin von den Börsen ab. Das verknappt die verfügbare Menge drastisch.

Auch das Softwareunternehmen MicroStrategy stockt weiter auf. Der Konzern kaufte Mitte Juni knapp 1.600 weitere Bitcoin. Dafür flossen rund 100 Millionen US-Dollar. Finanziert wurde der Zukauf durch die Ausgabe neuer Aktien.

Ein riskantes Spiel. Der durchschnittliche Kaufpreis aller MicroStrategy-Bestände liegt bei über 75.600 US-Dollar. Das Unternehmen sitzt aktuell auf massiven Buchverlusten. Dennoch signalisiert der Zukauf Vertrauen in eine langfristige Erholung.

Neue Ära bei der Notenbank

Der Fokus rückt nun auf die US-Notenbank Fed. Am heutigen Dienstag beginnt die erste Zinssitzung unter dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh. Die Inflation verharrt bei 3,8 Prozent. Investoren suchen nach Signalen für den künftigen Zinspfad.

Die technische Ausgangslage bleibt anspruchsvoll. Bitcoin notiert weiterhin unter seiner 50-Tage-Linie. Die nächste massive Hürde wartet laut Analysten bei 83.000 US-Dollar. Hält die Unterstützung bei 60.000 US-Dollar, formiert sich hier ein solider Boden für den nächsten Aufwärtszyklus.

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