Bitcoin: 82.436 Dollar Intraday-Hoch erreicht

Bitcoin erreicht mit 82.436 Dollar den höchsten Stand seit Januar. Starke ETF-Zuflüsse und institutionelle Käufe treiben die Kryptowährung an.

Die Kernpunkte:
  • Höchster Stand seit Januar erreicht
  • ETF-Zuflüsse von über 3,4 Milliarden Dollar
  • Alte Bitcoin-Wallet nach zwölf Jahren aktiv
  • Technische Hürde bei 82.718 Dollar

Bitcoin hat am Montag die Marke von 82.000 Dollar übersprungen und damit den höchsten Stand seit Januar erreicht. Der Ausbruch kam nicht aus dem Nichts. Institutionelle Zuflüsse, bessere Makrodaten und neue Bewegung in der US-Regulierung liefern dem Markt gerade mehrere Treiber auf einmal.

Intraday stieg die Kryptowährung bis auf 82.436 Dollar. Aktuell notiert Bitcoin bei 80.741 Dollar und liegt damit nur leicht im Plus. Auf Monatssicht steht dennoch ein Zuwachs von 10,65 Prozent, seit Jahresanfang bleibt ein Minus von 9,00 Prozent.

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ETF-Zuflüsse stützen den Ausbruch

Ein zentraler Faktor bleibt das Kapital aus regulierten Produkten. Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten in der vergangenen Woche Nettozuflüsse von 622,7 Millionen Dollar. Über sechs Wochen summiert sich der Zufluss auf mehr als 3,4 Milliarden Dollar.

Das verändert die Marktmechanik. Bitcoin wird von großen Adressen stärker als Makro-Asset gehandelt und weniger nur als Absicherung gegen geopolitische Risiken. Steigende Nachfrage trifft damit auf einen Markt, in dem viele kurzfristige Händler gegen den Trend positioniert waren.

Die Folge: Beim Sprung über 82.000 Dollar wurden Short-Positionen im Volumen von rund 64 Millionen Dollar liquidiert. Solche Eindeckungen können Aufwärtsbewegungen beschleunigen. Genau das war am Montag zu sehen.

Alte Wallet bewegt 500 Bitcoin

Auch auf der Blockchain gab es auffällige Signale. Eine seit November 2013 ruhende Adresse wurde nach zwölf Jahren wieder aktiv. Sie bewegte 500 Bitcoin mit einem aktuellen Wert von etwa 40,6 Millionen Dollar.

Der ursprüngliche Kaufpreis lag im Schnitt bei rund 914 Dollar je Bitcoin. Daraus ergibt sich rechnerisch ein etwa 88-facher Wertzuwachs. Die Coins gingen an eine neue Bech32-Adresse, nicht an eine Börse.

Das ist wichtig. Bewegungen alter Bestände wirken schnell wie ein Warnsignal. In diesem Fall spricht die Transaktion eher für eine neue Verwahrung als für akuten Verkaufsdruck. Auch andere ältere Wallets aus den Jahren 2013 bis 2017 bewegten zuletzt Bestände.

Strategy bleibt Taktgeber

Strategy bleibt im institutionellen Bitcoin-Markt eine Schlüsseladresse. Michael Saylor stellte am Montag neue Käufe in Aussicht. Das passt zur bisherigen Treasury-Strategie des Unternehmens.

Strategy hält derzeit 818.334 Bitcoin und damit rund vier Prozent des umlaufenden Angebots. CEO Phong Le hatte zuletzt klargestellt, dass Verkäufe nur unter bestimmten Bedingungen infrage kommen. Dazu zählen die Finanzierung der STRC-Dividende von 11,5 Prozent oder steuerliche Optimierung.

Saylor betonte zugleich, dass Strategy netto Käufer bleibt. Üblicherweise kaufe das Unternehmen deutlich mehr Bitcoin, als es verkauft. Das Softwaregeschäft meldete ebenfalls das beste Quartal seit zehn Jahren.

Technik zeigt noch keinen Durchmarsch

Technisch ist der Ausbruch wichtig, aber noch nicht sauber abgeschlossen. Bitcoin liegt klar über dem 50-Tage-Durchschnitt von 73.887 Dollar. Der 200-Tage-Durchschnitt bei 82.718 Dollar bleibt jedoch eine nahe Hürde.

Der RSI über 14 Tage liegt bei 48,5 und zeigt damit keine überhitzte Lage. Kurzfristig zählt nun, ob Bitcoin den Bereich um 82.000 Dollar zurückerobert und halten kann. Ein Rückfall in die Zone zwischen 78.000 und 80.000 Dollar wäre nach dem schnellen Anstieg kein Bruch des Bildes. Entscheidend ist dort, ob ETF-Zuflüsse und institutionelle Käufe den Markt weiter auffangen.

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