Bitcoin: Ausverkauf beschleunigt

Bitcoin erleidet deutlichen Kursverlust, ausgelöst durch makroökonomische Sorgen und eine Liquidierungswelle. Trotz robustem institutionellem Interesse bleibt die regulatorische Unsicherheit ein Faktor.

Die Kernpunkte:
  • Starker Preisrückgang auf unter 93.000 US-Dollar
  • Über 870 Millionen Dollar Verluste durch Liquidierungen
  • Robuste Zuflüsse in Bitcoin-ETFs trotz Rücksetzer
  • Regulatorische Fragmentierung als Unsicherheitsfaktor

Bitcoin rutschte am Montag deutlich ab. Binnen Stunden fiel die führende Kryptowährung von rund 96.000 US-Dollar auf unter 93.000 US-Dollar. Verantwortlich für den Kursrutsch war eine Mischung aus Konjunktursorgen und geopolitischen Spannungen – verstärkt durch einen geschlossenen US-Aktienmarkt.

Massive Liquidationen belasten

Der Preisverfall löste eine Liquidierungswelle im Derivatemarkt aus. Innerhalb von zwölf Stunden wurden Long-Positionen im Wert von über 763 Millionen US-Dollar zwangsliquidiert. Insgesamt beliefen sich die Verluste am Montag auf mehr als 870 Millionen US-Dollar – ein Zeichen dafür, dass viele Trader mit hohem Hebel auf steigende Kurse gesetzt hatten.

Die Marktkapitalisierung des gesamten Kryptomarktes schrumpfte um 2,46 Prozent auf 3,14 Billionen US-Dollar. Bitcoin handelte in einer Spanne zwischen 91.910 und 95.531 US-Dollar.

On-Chain-Daten zeigen gemischtes Bild

Die Hashrate des Bitcoin-Netzwerks – ein Maß für die Rechenleistung und Sicherheit – fiel auf den niedrigsten Stand seit September 2025. Gleichzeitig stieg das Open Interest bei Bitcoin-Futures um 13 Prozent, was auf eine Rückkehr spekulativer Trader hindeutet.

Langfristige Halter nutzten den jüngsten Anstieg offenbar für Gewinnmitnahmen. Die Net Unrealized Profit/Loss-Metrik (NUPL) zeigt einen leichten Rückgang – ein Signal dafür, dass einige Investoren Kasse gemacht haben.

Institutionelle Nachfrage bleibt robust

Trotz des Rücksetzers bleibt das institutionelle Interesse bestehen. Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten in der Vorwoche Zuflüsse von 1,42 Milliarden US-Dollar – die stärkste Woche seit Oktober 2025. Allerdings nutzten einige Fonds die Erholung zum Verkauf. Ein Fidelity-Manager erklärte, digitale Assets näherten sich einem strukturellen Wendepunkt.

Für 2026 rücken Tokenisierung und Stablecoins als zentrale Wachstumsthemen in den Fokus.

Regulierung bleibt Unsicherheitsfaktor

Kasachstan führte zuletzt einen formalen Rechtsrahmen für Kryptowährungen ein. In den USA hingegen stoppte der Bankenausschuss des Senats die Beratungen zum viel diskutierten CLARITY Act.

Analysten warnen vor einer Fragmentierung der Liquidität durch unterschiedliche Regulierungsansätze – etwa durch Europas MiCA-Rahmenwerk und divergierende Regeln in den USA und Asien. Der GENIUS Act, ein föderales Regelwerk für Kryptowährungen in den USA, könnte künftig an Bedeutung gewinnen.

Stimmung dreht auf Vorsicht

Der Crypto Fear & Greed Index notiert bei 45 Punkten – ein Wert, der weder Panik noch Euphorie signalisiert. Die Schließung der US-Aktienmärkte zum Martin Luther King Day verstärkte den Verkaufsdruck, da Krypto-Märkte als Ventil für risikoscheue Anleger dienten.

Sollte Bitcoin nicht zügig in Richtung 100.000 US-Dollar zurückkehren, dürfte die bullische Dynamik vorerst gebremst bleiben. Die jüngsten Bewegungen zeigen: Bitcoin reagiert zunehmend auf dieselben makroökonomischen Faktoren wie traditionelle Assets.

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