Bitcoin: Bitcoin Depot meldet Chapter 11
Der größte Bitcoin-Geldautomat-Betreiber Nordamerikas meldet Chapter-11-Insolvenz an und stellt den Betrieb ein. Regulierungsdruck und Betrugsvorwürfe führten zum Zusammenbruch.

- Chapter-11-Antrag eingereicht
- Sofortige Abschaltung aller Kioske
- Umsatz um 49 Prozent eingebrochen
- Bitcoin-Kurs fällt auf 76.400 Dollar
Bitcoin Depot ist Geschichte. Der einst größte Betreiber von Bitcoin-Geldautomaten in Nordamerika hat Chapter-11-Insolvenzschutz beantragt und sein gesamtes Netzwerk sofort abgeschaltet. Der Zusammenbruch trifft eine Branche, die ohnehin unter schwerem Regulierungsdruck steht.
Netzwerk abgeschaltet, Klage läuft
Das in Atlanta ansässige Unternehmen betrieb zuletzt rund 9.300 Kioske in den USA, Kanada und Australien. Den Insolvenzantrag reichte es freiwillig beim U.S. Bankruptcy Court für den Southern District of Texas ein. Kanadische Tochtergesellschaften sind in das US-Verfahren einbezogen. Andere ausländische Einheiten werden nach nationalem Recht abgewickelt.
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CEO Alex Holmes machte ein zunehmend feindliches Regulierungsumfeld verantwortlich. Mehrere US-Bundesstaaten haben Transaktionsobergrenzen und strengere Compliance-Regeln eingeführt. Connecticut erließ im April 2026 eine Unterlassungsverfügung und leitete den Entzug der Geldübertragungslizenz ein. Ferner sieht sich das Unternehmen einer Klage der Generalstaatsanwälte von Massachusetts und Iowa ausgesetzt — wegen angeblicher Beihilfe zu Krypto-Betrug.
Der Kontext dazu: Krypto-ATM-Betrug verursachte im vergangenen Jahr Schäden von 389 Millionen Dollar. Das entspricht einem Anstieg von 58 Prozent gegenüber 2024.
Finanzen im freien Fall
Die Quartalszahlen lesen sich wie ein Protokoll des Scheiterns. Der Umsatz brach im Jahresvergleich um 49 Prozent ein. Der Bruttogewinn fiel um 85 Prozent auf 4,5 Millionen Dollar. Aus einem Gewinn von 12,2 Millionen Dollar wurde ein Verlust von 9,5 Millionen Dollar — in nur einem Quartal.
Die Barreserven sanken von 65,6 Millionen Dollar im Dezember auf 44 Millionen Dollar bis März. Im vierten Quartal 2025 kamen Rechtsurteile über 20 Millionen Dollar hinzu. Den fälligen Quartalsbericht konnte das Unternehmen nicht mehr rechtzeitig einreichen.
Das Geschäftsmodell war von Anfang an anfällig. Bitcoin Depot berechnete Kunden Gebühren zwischen 8 und 20 Prozent pro Transaktion — gerechtfertigt durch die Bequemlichkeit in Supermärkten und Tankstellen. Als Regulierung und Betrugsvorwürfe das Volumen drückten, brach die Marge weg.
Bitcoin unter Geopolitik-Druck
Der Kollaps trifft einen ohnehin schwachen Markt. Bitcoin notiert aktuell bei rund 76.400 Dollar — ein Minus von gut 2 Prozent am heutigen Montag und fast 14 Prozent unter dem Jahresanfangsniveau. Geopolitische Spannungen zwischen den USA und dem Iran belasten die Stimmung zusätzlich.
Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten in der vergangenen Woche Nettoabflüsse von über einer Milliarde Dollar — das Ende von sechs Wochen mit Zuflüssen in Folge. Liquidierungen von Long-Positionen in Höhe von rund 584 Millionen Dollar innerhalb von 24 Stunden zeigen, wie viel gehebeltes bullisches Kapital im Markt steckte. Der Fear-and-Greed-Index fiel auf 29 Punkte — tief in der Angstzone.
Das Scheitern von Bitcoin Depot steht dabei sinnbildlich für eine Spaltung innerhalb der Krypto-Welt: Während institutionelle Produkte wie Spot-ETFs wachsen, verliert das physische Bargeld-zu-Krypto-Modell seinen Boden. Für den Retail-Zugang über ATMs dürfte es nach diesem Insolvenzfall noch schwerer werden, regulatorisches Vertrauen zurückzugewinnen.
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