Bitcoin: Böe oder Gezeitenwechsel?
Fundstrat-Analyst Tom Lee bewertet den Bitcoin-Rücksetzer als makroökonomisch bedingte Störung und hält an seinem sechsstelligen Kursziel für 2026 fest.

- Bitcoin verlor über 50 Prozent vom Allzeithoch
- Analyst sieht Auslöser in US-Handelspolitik
- Langfristiges Kursziel von 200.000 Dollar bestätigt
- März als möglicher Wendemonat identifiziert
Ein Rückgang von über 50 Prozent vom Allzeithoch – das klingt nach Krise. Doch Fundstrat-Analyst Tom Lee sieht das anders. Ist der aktuelle Bitcoin-Einbruch wirklich nur ein kurzfristiges Störfeuer?
Bitcoin hatte im Oktober 2025 bei rund 126.000 Dollar sein bisheriges Allzeithoch markiert. Seitdem fiel der Kurs zeitweise unter 65.000 Dollar – ein Rücksetzer, der viele Anleger aufgeschreckt hat. Zuletzt notierte die Kryptowährung bei rund 70.210 Dollar (Stand: 10. März 2026). Lee wertet dies als „Krypto-Böe“: makroökonomisch ausgelöst, nicht strukturell bedingt.
Zölle und Kapitalflucht ins Gold
Als unmittelbaren Auslöser nennt Lee die Entscheidung des US Supreme Court, Präsident Trumps Notfall-Zölle für verfassungswidrig zu erklären. Die darauffolgende Erleichterungsrallye war kurz: Trump weitete alternative Handelszölle auf Basis von Section 122 des Trade Act umgehend auf 15 Prozent aus – und löste erneut eine Flucht in sichere Häfen aus.
Gold kletterte Mitte Februar 2026 zeitweise auf über 5.160 Dollar je Unze, Silber näherte sich der Marke von 88 Dollar. Risikoappetit? Fehlanzeige. Bitcoin verlor im selben Zeitraum innerhalb von 24 Stunden mehr als 100 Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung. Kein Wunder, dass Anleger nervös reagierten.
Lees Ausblick: Wende im März, Ziel bleibt sechsstellig
Lee verweist auf wachsende Ethereum-Transaktionsvolumen, zunehmende Tokenisierung realer Vermögenswerte und die tiefere Verflechtung der Wall Street mit dem Kryptomarkt als Belege dafür, dass die Fundamentaldaten intakt seien. Bitcoin sei in seiner Geschichte bereits sieben Mal um rund 50 Prozent gefallen – und habe sich jedes Mal erholt.
Für 2026 hält Lee an seinem Kursziel von 200.000 bis 250.000 Dollar fest und bezeichnete den März als möglichen Wendemonat. Ergänzend sieht er KI-getriebene Produktivitätsgewinne, solide Unternehmensgewinne sowie potenzielle Zinssenkungen der US-Notenbank als Rückenwind.
Allerdings ist Skepsis angebracht: Für Ende 2025 hatte Lee ebenfalls über 200.000 Dollar prognostiziert – Bitcoin schloss das Jahr bei rund 88.500 Dollar. Ob der aktuelle Tiefpunkt tatsächlich eine Kaufchance markiert oder ob die Bären weiter das Ruder in der Hand halten, dürfte sich in den kommenden Wochen zeigen.
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