Bitcoin: Clarity Act vor Senatsvotum

Der US-Senat berät über den Clarity Act, während Institutionen Bitcoin zukaufen und ein Vorfall bei Liquid Network die Branche beschäftigt.

Die Kernpunkte:
  • Senat setzt Verfahrensabstimmung zum Clarity Act an
  • MicroStrategy stockt Bitcoin-Bestand um 4.603 Einheiten auf
  • Bitcoin-ETFs erhalten 731 Millionen USD Zuflüsse
  • Angreifer behalten knapp 598,5 Bitcoin ein

Der US-Senat setzt heute eine entscheidende Wegmarke für den regulatorischen Rahmen digitaler Vermögenswerte. Mehrheitsführer John Thune hat eine verfahrensrechtliche Abstimmung über den sogenannten Clarity Act angesetzt. Bei dem Votum über den Antrag zur weiteren Befassung sind 60 Stimmen erforderlich, um die Hürde für eine anschließende Plenardebatte über das Gesetz zu nehmen.

Die Initiative zielt darauf ab, klare Zuständigkeiten zwischen den US-Behörden für den Handel mit Kryptowerten zu schaffen. Am Spotmarkt notiert der Bitcoin heute bei 75.971,00 USD, was einem leichten Tagesverlust von 1,1 Prozent entspricht. Damit hält sich die Leitwährung weiterhin gut 8,3 Prozent über ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 70.175,95 USD.

Institutionelle Käufer nutzen die Spanne

Ungeachtet der politischen Weichenstellungen bauten institutionelle Akteure ihre Bestände zuletzt weiter aus. MicroStrategy beendete am 2. September eine rund zehnwöchige Kaufpause und erwarb 4.603 Einheiten für rund 370 Millionen USD. Die gesamten Bestände der Gesellschaft stiegen damit auf 845.050 Bitcoin.

Auch andere Marktteilnehmer traten zuletzt auf der Käuferseite auf. Das Unternehmen Strive erwarb zwischen dem 8. und 11. September weitere 469 Einheiten zu einem Durchschnittspreis von rund 77.954 USD je Bitcoin, nachdem das Haus bereits in der Vorwoche zugegriffen hatte.

Zudem verzeichneten die US-Spot-ETFs Anfang des Monats kräftige Zuflüsse: Allein am 3. September flossen den Fonds netto 731 Millionen USD zu, wovon der IBIT von BlackRock mit 454 Millionen USD den größten Anteil verbuchte.

Vorfall bei Liquid Network und Banken-Vorstoß

Neben Gesetzgebung und Kapitalflüssen beschäftigte die Branche in der vergangenen Woche ein Zwischenfall bei der von Blockstream betriebenen Sidechain Liquid Network. Am 7. September zogen Angreifer rund 4.000 Bitcoin aus der Wallet der Föderation ab.

Blockstream führte den Vorfall auf einen Softwarefehler im Elements-Code zurück und schloss kompromittierte Schlüssel aus. Die Angreifer transferierten noch am selben Tag rund 3.400 Bitcoin zurück und behielten knapp 598,5 Einheiten ein.

Auf der Infrastrukturseite treiben traditionelle Finanzinstitute die Integration voran. Standard Chartered startete Anfang September über ihre Niederlassung im Dubai International Financial Centre den physisch lieferbaren Handel für institutionelle Kunden in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Damit bietet erstmals eine global systemrelevante Bank diese direkte Abwicklung für Bitcoin an.

Der Ausgang der heutigen Abstimmung in Washington dürfte nun kurzfristig das Signal dafür liefern, ob auch in den USA der Rechtsrahmen für solche Angebote zügig nachzieht.

Anzeige

Bitcoin: Kaufen oder verkaufen?! Neue Bitcoin-Analyse vom 16. September liefert die Antwort:

Die neusten Bitcoin-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Bitcoin-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Bitcoin: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Bitcoin