Bitcoin: Der Kampf um 100.000 Dollar
Bitcoin verliert 10 Prozent seit Allzeithoch, während US-ETFs massive Abflüsse verzeichnen. Gleichzeitig erlebt Ethereum institutionelle Zuflüsse und die Netzwerkaktivität zeigt deutliche Schwächezeichen.

- Massive Kapitalabflüsse aus US-Bitcoin-ETFs
- Ethereum-ETFs verzeichnen starke Zuflüsse
- Bitcoin-Netzwerkaktivität auf Tiefstständen
- Kritische Unterstützungszone bei 107.000 Dollar
Der König der Kryptowährungen steht unter Druck. Bitcoin hat seit seinem Allzeithoch von über 124.000 Dollar Mitte August etwa 10 Prozent an Wert verloren und kämpft nun um wichtige Unterstützungsmarken. Während die Kursentwicklung Anleger nervös macht, offenbaren sich unter der Oberfläche dramatische Veränderungen im Marktgefüge. Warum wenden sich Institutionen plötzlich ab – und was bedeutet das für die Zukunft der Digitalwährung?
Institutionelle Flucht aus Bitcoin-ETFs
Die Zahlen sind alarmierend: US-Bitcoin-ETFs verzeichneten allein am Mittwoch Abflüsse von 81,25 Millionen Dollar. Das ist Teil eines beunruhigenden Trends, der bereits über 800 Millionen Dollar an Kapitalabzügen zur Folge hatte – der zweithöchste Abflusszeitraum in der Geschichte dieser Finanzprodukte.
Der Kontrast zu Jahresbeginn könnte kaum größer sein. Damals gehörten Bitcoin-ETFs zu den am schnellsten wachsenden Finanzprodukten überhaupt. Jetzt kehren institutionelle Investoren den großen Anbietern wie BlackRocks IBIT und Fidelitys FBTC den Rücken.
Ethereum-ETFs triumphieren
Während Bitcoin-Produkte unter Abflüssen leiden, erleben Ethereum-ETFs einen regelrechten Boom. Mit 307 Millionen Dollar an Zuflüssen haben sie die 30-Milliarden-Dollar-Marke beim verwalteten Vermögen durchbrochen. Diese Divergenz zeigt: Institutionelle Anleger betrachten Ethereum zunehmend als Alternative oder Ergänzung zu Bitcoin, getrieben von der wachsenden Bedeutung des Netzwerks für dezentrale Finanzanwendungen.
Netzwerk-Aktivität im freien Fall
Die On-Chain-Daten zeichnen ein düsteres Bild der aktuellen Bitcoin-Nutzung. Analysten von Glassnode sprechen von „Geisterstadt“-Charakteristika: Die durchschnittliche Transaktionsgröße ist auf etwa 36.000 Dollar gestiegen, während Transaktionen über 100.000 Dollar rund 89 Prozent des gesamten Volumens ausmachen.
Diese Konzentration zeigt, dass sich Kleinanleger weitgehend zurückgezogen haben. Nur noch institutionelle Großinvestoren dominieren die Netzwerkaktivität – trotz der hohen Preisniveaus sind tägliche aktive Adressen und Transaktionszahlen weit von früheren Zyklusspitzen entfernt.
Kritische Unterstützungslinien unter Beschuss
Bitcoin handelt mittlerweile unter wichtigen psychologischen Schwellen. Der 1-Monats-Durchschnittspreis von 115.300 Dollar und der 3-Monats-Schnitt von 113.700 Dollar wurden bereits durchbrochen. Entscheidend wird nun der 6-Monats-Durchschnitt bei 107.440 Dollar – diese Marke repräsentiert den Breakeven-Punkt verschiedener Investorengruppen.
Kurzfristige Halter, die Bitcoin in den letzten Monaten gekauft haben, sitzen bereits auf Verlusten. Das könnte bei jeder Kurserholung zu Verkaufsdruck führen.
Metaplanet setzt auf Bitcoin-Offensive
Während viele Investoren zögern, plant das japanische Unternehmen Metaplanet eine aggressive Strategie. Die in Tokio gelistete Firma will über eine Aktienemission etwa 880 Millionen Dollar aufbringen – fast ausschließlich für Bitcoin-Käufe zwischen September und Oktober. Diese Summe stellt eine der aggressivsten Corporate-Bitcoin-Strategien dar, die je angekündigt wurde.
Eric Trump prophezeiht Million-Dollar-Bitcoin
Auf der Bitcoin Asia 2025 Konferenz in Hongkong sorgte Eric Trump für Aufsehen. Vor über 20.000 Teilnehmern erklärte der Executive Vice President der Trump Organization, es gebe „keinen Zweifel, dass Bitcoin eine Million Dollar erreicht“. Als Treiber nannte er die wachsende institutionelle Nachfrage und Bitcoins limitierte Verfügbarkeit.
Schlüsselmarken entscheiden über die Zukunft
Bitcoin steht an einem Wendepunkt. Die Verteidigung der Unterstützungszone zwischen 107.000 und 108.000 Dollar wird über die weitere Kursentwicklung entscheiden. Während die fundamentalen Treiber langfristig intakt bleiben – von der Verknappung bis zur regulatorischen Klarheit –, zeigt die aktuelle Schwäche die Reifung des Marktes.
Die Frage bleibt: Handelt es sich um eine vorübergehende Korrektur oder den Beginn einer größeren Marktbereinigung?
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