Bitcoin: Erfolgsprognosen beflügeln!

Bitcoin profitiert von starken ETF-Zuflüssen und wachsender institutioneller Nachfrage, während der Kurs die Marke von 95.000 US-Dollar verteidigt. Neue Unternehmensstrategien und staatliche Bestände stützen das Narrativ als Reserve-Asset.

Die Kernpunkte:
  • Starke Kapitalzuflüsse in US-Spot-Bitcoin-ETFs
  • Unternehmen wie Steak 'n Shake nutzen Bitcoin aktiv
  • US-Regierung baut strategische Bitcoin-Reserve aus
  • Kurs verteidigt wichtige Unterstützungszone bei 95.000 USD

Bitcoin bleibt im Spannungsfeld zwischen nachlassender Börsenstimmung und robustem Kapitalzufluss aus institutionellen Kanälen. Während Aktienmärkte unter neuen Handelsstreitigkeiten leiden, sorgt vor allem die Nachfrage über US-Spot-ETFs für Stabilität. Entscheidend ist dabei die Frage: Reicht diese Nachfrage aus, um das Niveau knapp unter 100.000 US‑Dollar zu verteidigen und einen neuen Anlauf nach oben zu ermöglichen?

Technisches Bild: Solider Boden über wichtiger Marke

Zuletzt hat Bitcoin eine leichte Konsolidierung hingelegt, liegt auf Wochensicht aber weiter im Plus. Mit rund 95.600 US‑Dollar notiert der Kurs spürbar über dem 50‑Tage-Durchschnitt und gut 7 % höher als zum Jahresbeginn – gleichzeitig aber deutlich unter dem Rekordhoch vom Oktober 2025.

Aus technischer Sicht spricht einiges für einen relativ soliden Unterbau:

  • Die in den vergangenen Tagen mehrfach getestete Unterstützungszone knapp unterhalb von 95.000 US‑Dollar hält bislang.
  • Der RSI liegt mit 38 Punkten im neutralen bis leicht abgekühlten Bereich – von einer überkauften Situation ist der Markt entfernt.
  • Die 30‑Tage-Volatilität um gut 22 % signalisiert ein vergleichsweise ruhiges, aber keineswegs impulsloses Umfeld.

Auffällig ist zudem: Angebotsseitig nimmt der Druck ab. Die Bitcoin-Bestände auf Börsen sinken weiter, was üblicherweise auf eine Verknappung der kurzfristig verfügbaren Coins hindeutet. Parallel deuten Orderbuch-Daten darauf hin, dass Käufer Rücksetzer aktiv nutzen.

ETF-Ströme: BlackRock als Liquiditätsmagnet

Der wichtigste Stabilitätsanker bleibt der Kapitalzufluss in US-Spot-Bitcoin-ETFs. Für die Woche bis 16. Januar wurden Nettozuflüsse von 1,81 Milliarden US‑Dollar gemeldet – eine deutliche Kehrtwende gegenüber den Abflüssen der Vorwoche.

Im Mittelpunkt steht dabei BlackRocks iShares Bitcoin Trust (IBIT):

  • Verwaltetes Vermögen: rund 74,5 Milliarden US‑Dollar (Stand 15. Januar)
  • Einzeltagesspitze: über 648 Millionen US‑Dollar Zufluss an nur einem Handelstag

IBIT fungiert damit als großer „Liquiditätsspeicher“ für den Markt: Coins, die in diesen ETF wandern, werden dem kurzfristigen Handel faktisch entzogen und bei spezialisierten Verwahrstellen gehalten. Solange diese Ströme anhalten, federn sie Verkaufswellen ab und stützen die Preisbildung.

Unternehmen als Bitcoin-Halter: Vom Tech-Konzern zur Burger-Kette

Neben den ETFs setzt sich auch der Trend zur Bitcoin-Nutzung in Unternehmensbilanzen fort – sowohl bei Großunternehmen als auch im Konsumbereich.

Einige zentrale Punkte:

  • MicroStrategy hält per 5. Januar 2026 insgesamt 673.783 BTC und bleibt damit der prominenteste börsennotierte Bitcoin-Sammler.
  • Der Vermögensverwalter Vanguard ist über seinen Mid-Cap Index Fund (VMCIX) mit rund 505 Millionen US‑Dollar in MicroStrategy eingestiegen – ein Signal, dass große Player aus der traditionellen Finanzwelt das Thema indirekt spielen.
  • Die US-Burgerkette Steak ’n Shake hat am Wochenende den Zukauf weiterer 10 Millionen US‑Dollar an Bitcoin für ihre Bilanz gemeldet. Das Unternehmen führt einen „Strategic Bitcoin Reserve“-Ansatz und verknüpft diesen mit Lightning-Zahlungen in den Filialen. Laut Management trug diese Strategie zu einem Plus von 15 % bei den vergleichbaren Filialumsätzen bei.

Damit zeigt sich: Bitcoin wandert zunehmend von reinen Finanzvehikeln auch in Geschäftsmodelle des Konsumbereichs – und wird dort nicht nur als Anlage, sondern auch als Zahlungsinfrastruktur genutzt.

On-Chain-Daten: Alte Coins treffen auf neues Kapital

On-Chain-Analysen zeichnen ein differenziertes Bild. Einerseits kaufen ETFs und Unternehmen stetig zu, andererseits nutzen frühe Bitcoin-Inhaber das aktuelle Niveau, um Teile ihrer Bestände abzugeben.

Besonders auffällig:

  • Coins aus der Ära um 2013 werden wieder bewegt und landen teils auf Börsen – ein Hinweis darauf, dass sehr langfristige Halter Kasse machen.
  • Diese Bestände wechseln verstärkt zu institutionellen Verwahrstellen, etwa über Produkte von BlackRock oder Fidelity.

Trotz dieses Angebotsdrucks wird die zusätzliche Liquidität bislang gut absorbiert. Die These eines „Angebotsschocks“ bleibt damit am Markt präsent: Langfristige Halter verkaufen selektiv, während ETFs und Corporate-Treasuries einen großen Teil der frei werdenden Coins einsammeln und dem Handel entziehen.

Regulierung & Staat: US-Strategic Bitcoin Reserve

Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgten am Wochenende Neuigkeiten zu den US-Staatsbeständen an Bitcoin. Ein Berater des Weißen Hauses bestätigte, dass die im Zusammenhang mit dem „Samourai Wallet“-Fall beschlagnahmten 57,55 BTC nicht verkauft werden sollen.

Wichtige Punkte:

  • Die Coins werden der „Strategic Bitcoin Reserve“ der USA zugeschlagen, die auf Basis einer Präsidialverfügung von März 2025 (Executive Order 14233) aufgebaut wird.
  • Insgesamt hält die US-Regierung derzeit über 328.000 BTC.
  • Ein Gesetzesvorstoß von Senatorin Lummis sieht vor, diesen Bestand binnen fünf Jahren auf 1 Million BTC zu erhöhen.

Die klare Aussage, beschlagnahmte Bestände nicht auf den Markt zu werfen, nimmt Investoren die Sorge vor abrupten staatlichen Verkaufswellen und verstärkt die Wahrnehmung von Bitcoin als strategischem Reserve-Asset.

Makro-Umfeld: Handelszölle und Entkopplungs-Narrativ

Makroseitig sorgt die US-Handelspolitik für Unruhe. Die Regierung Trump hat am 18. Januar neue Zölle zwischen 10 % und 25 % auf Importe aus acht europäischen Ländern angekündigt – im Kontext des geopolitischen Konflikts um Grönland. Diese Maßnahmen belasten die Stimmung an den klassischen Aktienmärkten und schüren die Unsicherheit rund um globalen Handel und Wachstum.

Vor diesem Hintergrund positionieren einige Investoren Bitcoin zunehmend als nicht direkt korrelierten Wertspeicher. Das kommt dem Narrativ des „digitalen Absicherungsinstruments“ entgegen, auch wenn die tatsächliche Korrelation in Stressphasen erfahrungsgemäß schwanken kann.

Ausblick: Marke von 100.000 US‑Dollar im Fokus

Kurzfristig bleibt für Bitcoin vor allem zweierlei entscheidend: Zum einen die Stabilität der Unterstützungszone um 94.500 US‑Dollar, zum anderen das Tempo der ETF-Zuflüsse. Hält der Kurs die aktuelle Basis und setzen sich die Kapitalströme in US-Spot-ETFs fort, bleibt ein erneuter Test der Marke von 100.000 US‑Dollar in den kommenden Wochen ein realistisches Szenario. Umgekehrt würde ein Bruch der Unterstützung bei gleichzeitig abnehmenden Zuflüssen das Bild eintrüben und den Fokus wieder stärker auf die Distanz zum 52‑Wochen-Hoch lenken.

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