Bitcoin: Fehlausbruch und Manipulationsgerüchte

Bitcoin verliert nach kurzem Sprung über 70.000 Dollar wieder an Wert. Der Rücksetzer folgte der Schwäche im Tech-Sektor, während Gerüchte über Kursmanipulationen durch Jane Street kursieren.

Die Kernpunkte:
  • Kurs fällt nach Nvidia-Quartalszahlen
  • Trump-Rede löste nur kurze Euphorie aus
  • Jane Street Manipulationsvorwürfe im Fokus
  • Altcoins wie Cardano zeigen sich dynamischer

Hinter Bitcoin-Anlegern liegt eine Woche der extremen Gegensätze. Erst sorgte die politische Bühne für Euphorie und einen kurzen Sprung über die psychologisch wichtige 70.000-Dollar-Marke, doch der Dämpfer folgte prompt durch den Tech-Sektor. Während der Kurs die Gewinne wieder abgibt, sorgen zudem hartnäckige Spekulationen über Marktmanipulationen durch einen großen institutionellen Akteur für Unruhe.

Tech-Sektor belastet Krypto-Kurse

Der jüngste Rücksetzer am Freitag läuft fast synchron zur Schwäche an den traditionellen Aktienmärkten. Auslöser waren die Quartalszahlen von Nvidia, die trotz guter Ergebnisse eine „Sell-the-News“-Reaktion auslösten. Da Bitcoin zuletzt stark mit dem Tech-Sektor korrelierte, rissen die fallenden Kurse an der Nasdaq auch die Kryptowährungen mit nach unten.

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Marktbeobachter wie Daniel Reis-Faria von ZeroStack ordnen dies weniger als strukturelle Schwäche, sondern als Bereinigung von Hebelpositionen ein. Wenn Aktien unter Druck geraten, reduzieren Investoren häufig zuerst ihre Risiken in den volatilsten Anlageklassen. Aktuell notiert Bitcoin bei rund 67.748 Dollar und damit deutlich unter dem Wochenhoch.

Politische Euphorie verpufft schnell

Zur Wochenmitte sah das Bild noch gänzlich anders aus. Im Vorfeld und während der Rede zur Lage der Nation von US-Präsident Trump kletterte der Bitcoin kurzzeitig auf 70.000 Dollar. Zwar erwähnte Trump Kryptowährungen mit keinem Wort, doch seine allgemeinen Aussagen zum Wirtschaftswachstum und ausländischen Investitionen reichten aus, um die Risikobereitschaft kurzfristig zu befeuern. Diese Rallye erwies sich jedoch als Strohfeuer, da die fundamentalen Treiber fehlten, um das Niveau gegen den einsetzenden Tech-Abverkauf zu halten.

Wirbel um Jane Street

Ein brisantes Thema dominiert parallel die Diskussionen in den sozialen Medien: Vorwürfe gegen das Handelshaus Jane Street. Eine populäre Theorie besagt, das Unternehmen habe den Bitcoin-Kurs systematisch täglich um 10 Uhr gedrückt, um günstig in ETF-Anteile einzusteigen. Hintergrund ist eine Klage im Zusammenhang mit der Terra-Pleite von 2022, die Jane Street wieder in den Fokus rückte.

Experten halten jedoch dagegen. Ökonomen verweisen darauf, dass die Kursdaten seit Jahresbeginn keine solche Anomalie bestätigen. Die Bewegungen entsprächen eher dem allgemeinen Markttrend und üblichen Absicherungsgeschäften (Hedging), die institutionelle Fonds betreiben, um marktneutral zu bleiben. Weder die ETF-Flüsse noch die Kursmuster lassen sich eindeutig auf eine gezielte Manipulation zurückführen.

Altcoins nutzen die Seitwärtsphase

Während der Marktführer in seiner Handelsspanne feststeckt, zeigen sich andere Coins dynamischer. Alternativen wie Cardano oder Solana verzeichneten auf Wochensicht deutlichere Gewinne als Bitcoin. Dies deutet darauf hin, dass die Risikobereitschaft im Sektor grundsätzlich vorhanden ist, sich das Kapital aber derzeit umschichtet, solange Bitcoin keine klare Richtung vorgibt.

Vorerst bleibt die größte Kryptowährung in der seit Anfang Februar etablierten Zone gefangen. Die Marke von 70.000 Dollar fungiert als harter Widerstand, während der Bereich um die Mitte der 60.000er-Marke als Boden dient. Solange keine nachhaltigen neuen Impulse – etwa durch eine Trendwende bei den ETF-Zuflüssen oder eine Entspannung der makroökonomischen Lage – erfolgen, dürfte Bitcoin weiter als klassisches Makro-Asset im Gleichschritt mit den Aktienmärkten handeln.

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