Bitcoin: Institutionen erhöhen Druck
Die Bank of America erlaubt ihren Beratern erstmals aktive Bitcoin-ETF-Empfehlungen. Zusammen mit starken ETF-Zuflüssen und Unternehmenskäufen treibt dies die institutionelle Integration der Kryptowährung voran.

- Bank of America erlaubt aktive Bitcoin-ETF-Empfehlungen
- Starke Nettozuflüsse in US-Bitcoin-ETFs verzeichnet
- Unternehmen wie Metaplanet bauen Bitcoin-Bestände aus
- Technische Analyse zeigt konstruktives Marktumfeld
Bitcoin startet mit Rückenwind ins neue Jahr. Gleich mehrere Großbanken, ETF-Ströme und geopolitische Spannungen liefern frische Argumente für die Kryptowährung – sowohl als Anlagebaustein im Portfolio als auch als Absicherung gegen politische Risiken. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie stark der Einstieg klassischer Finanzakteure den Markt 2026 prägen kann.
Bank of America öffnet die Schleusen
Der wichtigste Impuls zum Wochenauftakt kommt aus den USA: Bank of America hat zum heutigen 5. Januar 2026 ihre Krypto-Richtlinien grundlegend überarbeitet. Berater der Marken Merrill Lynch, Private Bank und Merrill Edge dürfen ihren Kunden nun aktiv Bitcoin-Engagements vorschlagen – ein klarer Bruch mit der bisherigen Zurückhaltung.
Statt nur auf ausdrücklichen Kundenwunsch zu handeln, können die mehr als 15.000 Berater jetzt konkrete Allokationen von 1 bis 4 Prozent in Spot-Bitcoin-ETFs empfehlen. Zugelassen sind unter anderem Produkte von BlackRock (IBIT), Fidelity (FBTC), Bitwise (BITB) und der Grayscale Bitcoin Mini Trust.
Damit reiht sich Bank of America in eine Linie mit Häusern wie Morgan Stanley und Fidelity ein. US-Spot-Bitcoin-ETFs verwalten bereits rund 119,5 Milliarden US-Dollar. Durch die Öffnung zu einem Vermögen von geschätzt 1,7 Billionen US-Dollar unter Management bei Bank of America entsteht ein potenziell sehr breiter Liquiditätskanal in Richtung Bitcoin.
Geopolitik und die Idee der „Schattenreserven“
Parallel wirken geopolitische Faktoren als zusätzlicher Kurstreiber. Nach der US-Operation rund um Präsident Maduro in Venezuela wird Bitcoin erneut als politisch unabhängige Wertreserve getestet. Während klassische Märkte gemischt reagierten, zeigte sich BTC vergleichsweise stabil – ein Punkt, auf den sich Befürworter als Argument für die „geopolitische Absicherung“ berufen.
Besonders diskutiert wird, welche Krypto-Bestände der venezolanische Staat tatsächlich hält. Offizielle Angaben nennen lediglich 240 BTC. Spekulative Berichte und Analystenschätzungen sprechen hingegen von möglichen „Schattenreserven“ von mehr als 600.000 BTC – rechnerisch rund 60 Milliarden US-Dollar. Trotz dieser Gerüchte zeigen On-Chain-Daten von CryptoQuant bislang keine auffälligen Bewegungen: Weder ist verstärkter Abverkauf noch ein ungewöhnlicher Zufluss auf Börsenkonten zu erkennen, die mit Venezuela in Verbindung gebracht werden könnten.
ETF-Zuflüsse und Firmenkassen als Nachfrageanker
Die Nachfrage über regulierte Produkte bleibt ein zentraler Motor der aktuellen Entwicklung. Für die Sitzung vom 2. Januar wurden in US-Krypto-ETFs Nettozuflüsse von 646 Millionen US-Dollar gemeldet. Allein BlackRocks IBIT steuerte 287 Millionen Dollar bei – der stärkste Zuflusstag seit drei Monaten und ein Signal, dass klassisches Kapital zum Start in das Jahr 2026 wieder verstärkt in den Markt fließt.
Gleichzeitig setzt sich der Trend zur Bitcoin-Hinterlegung in Unternehmensbilanzen fort:
- Metaplanet (Japan): Das Unternehmen bestätigte den Aufbau einer Position von 35.102 BTC. Finanziert wird dies über günstige Yen-Instrumente, die laut Berichten traditionelle Renditekennzahlen übertroffen haben. Die Aktie legte in Tokio daraufhin um mehr als 15 Prozent zu.
- MicroStrategy (USA): Mit 672.497 BTC bleibt das Softwarehaus der mit Abstand größte Unternehmenshalter. Vorbörslich stiegen die Aktienkurse heute um 3,5 Prozent – getragen von der Erwartung, dass die Einkaufstour weitergeht.
Diese Beispiele verstärken das Narrativ, dass Bitcoin sich neben Gold als strategischer Bilanzbaustein etabliert.
Technisches Bild und On-Chain-Daten
Chart- und Blockchain-Daten zeichnen ein Bild zunehmender Stärke, ohne dass der Markt bereits überhitzt wirkt.
Bitcoin notiert aktuell bei rund 93.063 US-Dollar und liegt damit etwa 4 Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt. Gleichzeitig bleibt der Abstand zum 52‑Wochen-Hoch bei gut 25 Prozent, was statistisch noch Spielraum nach oben signalisiert.
Wichtige Punkte aus der technischen Perspektive:
- Unterstützung und Ziele: Der Bereich um 91.400 US-Dollar wurde als zentrale Unterstützung zurückerobert. Viele Marktteilnehmer blicken nun auf die Zone um 93.000 US-Dollar; im Optionsmarkt dominieren Call-Positionen, die eine Bewegung in Richtung 100.000 US-Dollar im Verlauf des ersten Quartals 2026 einpreisen.
- Marktstimmung: Der „Fear & Greed Index“ steht mit 42 im neutralen Bereich. On-Chain-Analysen deuten darauf hin, dass langfristige Halter ihre Positionen überwiegend halten und der strukturelle Akkumulationstrend intakt ist.
- Derivate-Signale: Auf der 4‑Stunden-Ebene bahnt sich ein „Golden Cross“ an, also ein bullisches Schnittmuster gleitender Durchschnitte. Gleichzeitig mahnen Händler zur Vorsicht wegen potenziell zu schließender CME-Gaps um 90.500 und 88.200 US-Dollar.
Damit überlagert aktuell ein konstruktives technisches Setup die üblichen kurzfristigen Risiken.
Regulierung: GENIUS Act stärkt Infrastruktur
Abseits der Kursbewegungen schreitet der institutionelle Unterbau weiter voran. PwC meldete heute eine deutliche Ausweitung seiner Krypto-Einheit. Als wesentlichen Treiber nennt das Beratungshaus den regulatorischen Rahmen durch den kürzlich verabschiedeten „GENIUS Act“.
Das Gesetz schreibt strenge Reserveanforderungen für Stablecoins vor und sorgt damit für mehr Rechtssicherheit im Digital-Asset-Bereich. Diese Klarheit ermutigt große Prüfungs- und Beratungsgesellschaften, ihr Angebot für Krypto-Kunden auszubauen – ein weiterer Schritt zur Verankerung von Bitcoin und Co. im regulierten Finanzsystem.
Fazit: Strukturelle Integration gewinnt an Tempo
Unterm Strich startet Bitcoin mit einer Kombination aus institutionellem Rückenwind, soliden Zuflüssen in ETFs und einem robusten technischen Bild in das Jahr 2026. Besonders der Richtungswechsel bei Bank of America und die wachsende Rolle in Unternehmensbilanzen markieren eine neue Stufe der Akzeptanz. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, dürfte die Rolle von Bitcoin als fester Baustein im globalen Finanzgefüge im ersten Quartal weiter an Bedeutung gewinnen.
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