Bitcoin: Korrektur verschärft sich
Bitcoin verliert über 10 Prozent und erreicht den tiefsten Stand seit Jahresbeginn. Institutionelle Zuflüsse und regulatorische Hoffnungen stehen gegen geopolitischen Druck und enttäuschte Zinserwartungen.

- Kurs fällt auf rund 86.000 US-Dollar
- Starke institutionelle Zuflüsse Anfang Januar
- Mining-Aktivität geht deutlich zurück
- Regulierungsgesetz vor entscheidender Abstimmung
Bitcoin steht unter Druck. Nach einem kurzen Ausflug über die 97.000-Dollar-Marke Mitte Januar fiel die Kryptowährung am Wochenende zwischenzeitlich auf rund 86.000 Dollar – den tiefsten Stand seit Jahresbeginn. Geopolitische Unsicherheiten und enttäuschte Hoffnungen auf schnellere Zinssenkungen der US-Notenbank belasten. Während Gold von der Verunsicherung profitiert, muss Bitcoin seinen Status als sicherer Hafen erst noch unter Beweis stellen.
Die Kryptowährung hat damit etwa 10,9 Prozent von ihrem Januar-Hoch eingebüßt. Ethereum traf es noch härter: Minus 5,7 Prozent, Kurs bei rund 2.872 Dollar – der niedrigste Stand seit Mitte Dezember 2025.
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Institutionelle Käufer kehren zurück – vorerst
Trotz der jüngsten Schwäche gab es Anfang Januar positive Signale von institutioneller Seite. Laut VanEck flossen zwischen dem 12. und 14. Januar innerhalb von nur drei Tagen 1,66 Milliarden Dollar in börsengehandelte Bitcoin-Produkte. Über 30 Tage betrachtet summieren sich die Zuflüsse auf 440 Millionen Dollar – eine deutliche Verbesserung gegenüber den Abflüssen von 1,3 Milliarden Dollar im Vormonat.
Auch das Open Interest, also die Summe der offenen Terminkontrakte, stieg um 7 Prozent auf 32,4 Milliarden Dollar. Glassnode interpretiert die Entwicklung als „erneute institutionelle Akkumulation”.
Doch die jüngsten Kursrückgänge könnten diese Dynamik wieder gefährden. Viele Marktteilnehmer bauen derzeit gehebelte Positionen ab, was den Abwärtsdruck verstärkt.
Mining-Aktivität auf dem Rückzug
Die Bitcoin-Blockchain erlebt den längsten anhaltenden Rückgang der Hash-Rate seit Frühjahr 2024. Die Mining-Schwierigkeit sank von 646 auf 635, die Hash-Rate gab um 6 Prozent gegenüber ihrem Novemberhoch nach. VanEck führt dies teilweise darauf zurück, dass Miner ihre Ressourcen verstärkt in lukrativere KI-Rechenzentren umleiten.
Gleichzeitig zeigen On-Chain-Daten ein gemischtes Bild: Die täglichen Netzwerkerlöse fielen um 15 Prozent, aktive Adressen um 6 Prozent. Neue Adressen gingen um 4 Prozent zurück. Das aktive Angebot stieg jedoch um 7 Prozent – ein Hinweis darauf, dass mehr Halter ihre Coins bewegen oder verkaufen.
Korrelation zu Gold steigt
Bemerkenswert ist Bitcoins verändertes Verhältnis zu traditionellen Assetklassen. Die 30-Tages-Korrelation zum S&P 500 liegt bei nur 0,18 – einem Wert im 9. Perzentil über das vergangene Jahr. Zu Gold hingegen beträgt sie 0,28, das 80. Perzentil. Bitcoin verhält sich damit zunehmend wie das Edelmetall, kann aber in der aktuellen Risiko-Off-Phase nicht mithalten. Während Gold in Richtung 5.000 Dollar je Unze klettert, kämpft Bitcoin um die 87.000-Dollar-Marke.
Regulierung: CLARITY Act vor Durchbruch
Ein Lichtblick könnte aus Washington kommen. Der Digital Asset Market Clarity Act steht vor der entscheidenden Ausschusssitzung im Senat. Das Gesetz soll die jahrelange Grauzone beenden und klar regeln, welche Token als Wertpapiere gelten und welche als Rohstoffe. Die Zuständigkeiten zwischen SEC und CFTC würden eindeutig aufgeteilt. Laut Krypto-Berater des Weißen Hauses, David Sacks, könnte dies zusammen mit dem GENIUS Act eine voll regulierte Infrastruktur für digitale Assets schaffen – und damit mehr institutionelles Kapital anziehen.
Entscheidende Woche steht bevor
Bitcoin steht nun vor der ersten Fed-Zinsentscheidung des Jahres 2026. Die Hoffnung auf rasche Zinssenkungen hat sich nicht erfüllt. Gleichzeitig schwebt das Risiko eines Government Shutdowns über den Märkten. Technisch bleibt die Zone zwischen 88.000 und 93.000 Dollar entscheidend. Ein nachhaltiger Bruch darunter würde die Unterstützung bei 80.000 bis 83.000 Dollar in den Fokus rücken. Nach oben bildet die psychologisch wichtige 100.000-Dollar-Marke weiterhin massiven Widerstand.
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