Bitcoin: Marktdynamik unverändert?
Bitcoin erreicht den Meilenstein von 20 Millionen Einheiten, während gleichzeitig Derivateverfälle und makroökonomische Spannungen für kurzfristige Volatilität sorgen. Die regulatorische Klassifizierung als Rohstoff schafft Klarheit.

- 20-millionste Bitcoin-Einheit wurde gemint
- Quadruple Witching belastet kurzfristige Stimmung
- SEC stuft Bitcoin als digitalen Rohstoff ein
- Erheblicher Teil des Angebots ist langfristig gebunden
Zwei Ereignisse überlagern sich an diesem Freitag im Bitcoin-Markt: der quartalsweise Quadruple-Witching-Verfall im traditionellen Finanzmarkt und ein struktureller Meilenstein in der Bitcoin-Geschichte. Am 9. März wurde die 20-millionste Bitcoin-Einheit gemint — mehr als 95 Prozent der auf 21 Millionen begrenzten Gesamtmenge befinden sich damit im Umlauf.
Quadruple Witching und seine Folgen
Beim Quadruple Witching verfallen gleichzeitig vier Derivatetypen — Aktienindex-Futures, Aktienindex-Optionen, Einzelaktien-Optionen und Einzelaktien-Futures. Das Volumen ist enorm: Im März 2025 liefen Kontrakte im Wert von rund 4,7 Billionen Dollar aus.
Bitcoin handelt zunehmend parallel zu Risikoassets, weshalb starke Bewegungen an den Aktienmärkten oft auf die Kryptomärkte ausstrahlen. Nic Puckrin, Mitgründer von Coin Bureau, weist darauf hin, dass Bitcoin nach solchen Verfallstagen historisch gesehen ein bis drei Wochen zur Schwäche neigt — das Makroumfeld sei jedoch der entscheidendere Faktor.
Dieses Makroumfeld ist angespannt: Der S&P 500 steuert auf seine längste Serie wöchentlicher Verluste seit März 2025 zu, Brent-Öl stieg auf über 110 Dollar pro Barrel, und Fed-Chef Jerome Powell hob die Inflationsprognose für 2026 auf 2,7 Prozent an. Bitcoin notiert aktuell rund 44 Prozent unter seinem Allzeithoch vom Oktober 2025.
Eine Woche nach dem Quadruple Witching folgt am 27. März der eigene große Krypto-Derivateverfall auf Deribit — mit auslaufenden Kontrakten im Wert von 13,5 Milliarden Dollar. Die Positionierung deutet dabei eher auf Volatilitätsstrategien als auf klare Richtungswetten hin.
Die Ära der Knappheit
Der 20-Millionen-Meilenstein, erreicht bei Blockhöhe 939.999 durch den Mining-Pool Foundry USA, markiert einen strukturellen Wendepunkt. Die verbleibende Million Bitcoin wird über 114 Jahre ausgegeben — nach dem nächsten Halving 2028 sinkt die tägliche Neuausgabe auf 225 BTC.
Gleichzeitig ist ein erheblicher Teil des bereits geminten Angebots dauerhaft gebunden: Blockchain-Analysten schätzen, dass zwischen 2,3 und 3,7 Millionen BTC unzugänglich sind. Hinzu kommen die 328.372 BTC der US Strategic Bitcoin Reserve, über 714.000 Coins bei Strategy Inc. sowie 1,26 Millionen BTC in Spot-ETFs — zusammen fast elf Prozent des gesamten Umlaufangebots in langfristiger Verwahrung.
Regulatorisch gab es diese Woche ebenfalls Bewegung: SEC und CFTC veröffentlichten gemeinsam eine Token-Taxonomie, die Bitcoin explizit als digitalen Rohstoff einstuft — kein Wertpapier, sondern ein Rohstoff. SEC-Chairman Paul Atkins betonte, dass „die meisten Krypto-Assets selbst keine Wertpapiere sind.“ Das schafft erstmals eine klarere rechtliche Grundlage für institutionelle Investoren.
Das kurzfristige Bild bleibt durch Makrodruck und Derivateverfälle belastet. Die strukturelle Angebotsseite entwickelt sich jedoch in die entgegengesetzte Richtung: weniger neues Angebot, mehr institutionelle Nachfrage, klarere Regulierung.
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