Bitcoin: Metaplanet steigt auf – andere steigen aus

Das japanische Unternehmen Metaplanet steigt mit massivem Zukauf auf Platz drei der Bitcoin-Treasuries, während andere Firmen und Staaten ihre Bestände reduzieren. Geopolitische Spannungen belasten den Kurs.

Die Kernpunkte:
  • Metaplanet kauft 5.075 Bitcoin im ersten Quartal
  • Verkäufe bei MARA Holdings und anderen Unternehmen
  • Bhutans Regierung reduziert Bitcoin-Reserven
  • Geopolitische Ängste drücken den Kryptokurs

Das Bitcoin-Ökosystem zeigt an diesem Donnerstag ein gespaltenes Bild: Während das japanische Unternehmen Metaplanet mit einem milliardenschweren Quartalskauf in die Weltspitze der Unternehmens-Treasuries aufsteigt, trennen sich andere Firmen und Staaten von ihren Beständen. Gleichzeitig drückt neue geopolitische Rhetorik aus Washington auf den Kurs.

Metaplanet auf Platz drei – erstmals ein nicht-amerikanisches Unternehmen

Metaplanet hat im ersten Quartal 2026 insgesamt 5.075 BTC für rund 398 Millionen US-Dollar erworben und seine Gesamtbestände damit auf 40.177 BTC ausgebaut. Der Zukauf reichte aus, um MARA Holdings zu überholen und Platz drei unter den öffentlich gehandelten Unternehmen mit Bitcoin-Reserven zu belegen – als erster nicht-amerikanischer Konzern in den Top drei.

Zum Vergleich: Twenty One Capital hält mit 43.514 BTC den zweiten Rang, Strategy dominiert die Liste mit über 762.000 BTC. Metaplanets durchschnittlicher Einstandspreis von rund 78.000 US-Dollar liegt dabei spürbar über dem aktuellen Kursniveau von knapp 67.000 US-Dollar – die Position ist derzeit im Minus.

MARAHoldings hatte seinen Platz unter anderem deshalb verloren, weil das Unternehmen im März 15.133 BTC verkaufte, um damit Wandelanleihen zurückzukaufen und die Bilanz zu stärken.

Verkaufsdruck von mehreren Seiten

Der Aufstieg Metaplanets steht exemplarisch für eine breitere Gegenbewegung im Bitcoin-Treasury-Markt. Empery Digital, Genius Group und Riot Platforms haben diese Woche allesamt Bitcoin veräußert – mit Verweis auf Schuldenrückzahlung, Liquiditätsbedarf oder eine strategische Neuausrichtung in Richtung KI und High-Performance Computing.

Empery Digital verkaufte 370 BTC zu einem Durchschnittspreis von 66.632 US-Dollar und tilgte mit einem Teil der Erlöse einen ausstehenden Kredit vollständig. Auch Bhutans Regierung reduziert weiter ihre Bestände: Insgesamt 3.103 BTC wurden zuletzt liquidiert, davon 375 BTC in einer einzigen Transaktion am 30. März.

Fallende Kurse und anhaltende Konsolidierung veranlassen damit sowohl Unternehmen als auch staatliche Halter, Bitcoin-Reserven zur Bilanzstabilisierung einzusetzen.

Geopolitik und ein voller Makrokalender

Den unmittelbaren Kursrückgang von rund drei Prozent innerhalb von 24 Stunden lösten Aussagen von Präsident Trump aus, der ankündigte, den Iran in den nächsten zwei bis drei Wochen hart zu treffen. Geopolitische Unsicherheit dämpft die Nachfrage nach risikobehafteten Anlagen – Bitcoin eingeschlossen.

Der April hält für Krypto-Trader einen ungewöhnlich dichten Makrokalender bereit: Am 3. April folgt der US-Beschäftigungsbericht für März, am 8. April veröffentlicht die Federal Reserve die Protokolle ihres März-Meetings, und das nächste Fed-Treffen findet am 28. und 29. April statt. Jedes Signal in Richtung hartnäckiger Inflation oder einer weniger lockeren Geldpolitik würde den Erholungsspielraum für Kryptowährungen einengen.

Parallel dazu findet vom 27. bis 29. April die Bitcoin 2026 Conference in Las Vegas statt. Erstmals werden sowohl SEC-Chairman Paul Atkins als auch CFTC-Chairman Mike Selig gemeinsam auftreten – zu einem Zeitpunkt, an dem wegweisende US-Gesetzgebung für digitale Assets durch den Kongress bewegt wird. Senator Cynthia Lummis kehrt als Architektin des BITCOIN Act zurück, der eine strategische US-Bitcoin-Reserve von bis zu einer Million BTC vorsieht.

Bitcoin: Kaufen oder verkaufen?! Neue Bitcoin-Analyse vom 2. April liefert die Antwort:

Die neusten Bitcoin-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Bitcoin-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 2. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Bitcoin: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Bitcoin