Bitcoin: Mining-Difficulty fällt am 14. Juni um 11 Prozent

Das Bitcoin-Netzwerk senkt die Mining-Difficulty um rund elf Prozent. Grund sind sinkende Kurse und abgeschaltete Rechner der Miner.

Die Kernpunkte:
  • Mining-Difficulty fällt um elf Prozent
  • Bitcoin-Kurs unter 62.100 US-Dollar
  • Miner-Produktionskosten übersteigen Kurs
  • Netzwerk-Hashrate bricht deutlich ein

Das Bitcoin-Netzwerk steht vor einer massiven Anpassung. Weil immer mehr Miner ihre Geräte abschalten, dauert die Produktion neuer Blöcke zu lange. Die Folge: Am 14. Juni dürfte die sogenannte Mining-Difficulty um rund elf Prozent einbrechen. Das ist ein klares Warnsignal für den gesamten Markt.

Der Auslöser für diesen Rückzug liegt im schwachen Kursverlauf. Aktuell notiert die Kryptowährung bei knapp 62.075 US-Dollar. Auf Monatssicht verlor der Coin über 24 Prozent an Wert. Damit rückt das 52-Wochen-Tief von 59.228 US-Dollar gefährlich nahe.

Profitabilität auf dem Tiefpunkt

Für viele Betreiber rechnet sich das Schürfen schlicht nicht mehr. Branchenbeobachter sehen die durchschnittlichen Produktionskosten im Bereich von 63.500 US-Dollar. Fällt der Kurs darunter, arbeiten ineffiziente Farmen mit Verlust. Die Profitabilität der Miner erreichte zuletzt ein 14-Monats-Tief.

Das Protokoll reagiert

Bitcoin reagiert auf solche Krisen vollautomatisch. Das Protokoll passt die Schwierigkeit alle 2.016 Blöcke an. Das Ziel: Ein neuer Block soll im Schnitt alle zehn Minuten entstehen. Zuletzt brauchte das Netzwerk dafür aber 11,2 Minuten.

Fehlt Rechenleistung, senkt der Algorithmus die Hürden. Die anstehende Korrektur von 138,96 auf etwa 123,88 Billionen entlastet die verbleibenden Akteure. Sie konkurrieren dann gegen einen schwächeren Widerstand um die gleiche Blockbelohnung.

Ein wichtiges Signal

Die Daten zeigen den Stress deutlich. Zuletzt fiel die gesamte Rechenleistung auf knapp 995 Exahashes pro Sekunde. Parallel dazu brachen die Einnahmen um 29 Prozent auf 202,1 Millionen US-Dollar ein.

Diese Entwicklung ist weit mehr als eine technische Randnotiz. Die Difficulty-Anpassung gilt als verlässlicher Indikator für die Gesundheit der Mining-Industrie. Ein starker Rückgang bestätigt den Abfluss von Kapital und Hardware.

Der 14. Juni liefert nun harte Fakten. Fällt die Anpassung wie erwartet aus, markiert dies einen echten Reset für die Branche. Die überlebenden Miner erhalten mehr Spielraum, während ineffiziente Anbieter endgültig vom Netz gehen.

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