Bitcoin: Neuer ETF-Preiskampf!
Morgan Stanley startet Spot-Bitcoin-ETF mit niedrigen Gebühren und löst einen Preiskampf aus, während im US-Senat die Zeit für eine wegweisende Kryptoregulierung drängt.

- Neuer ETF von Morgan Stanley unterbietet BlackRock-Gebühren
- Starke Zuflüsse in neue und etablierte Bitcoin-ETFs
- Politische Frist für US-Kryptogesetz läuft im Mai ab
- Bitcoin sucht nach Korrektur Boden bei 71.770 US-Dollar
Während die größte Kryptowährung der Welt unter ihren Höchstständen konsolidiert, formiert sich im Hintergrund eine massive institutionelle Welle. Morgan Stanley greift mit einem aggressiv bepreisten Anlageprodukt den Platzhirsch BlackRock direkt an. Gleichzeitig läuft in Washington die Zeit für einen regulatorischen Rahmen ab, der den gesamten US-Kryptomarkt dauerhaft ordnen soll.
Angriff auf den Marktführer
Mit einer Kampfansage von 0,14 Prozent Verwaltungsgebühr hat Morgan Stanley seinen neuen MSBT Spot-Bitcoin-ETF auf den Markt gebracht. Damit unterbietet der Finanzriese den dominierenden iShares Bitcoin Trust (IBIT) von BlackRock, der 0,25 Prozent verlangt, deutlich. Analysten werten diesen Schritt als strukturellen Wandel. Morgan Stanley nutzt nun sein sechs Billionen US-Dollar schweres Vermögensverwaltungsnetzwerk, um Krypto-Investments über Tausende Finanzberater in die Breite zu tragen.
Die Kennzahlen der ersten Handelstage unterstreichen das Interesse an der günstigeren Alternative:
* Handelsvolumen an Tag 1: rund 34 Millionen US-Dollar
* Nettozuflüsse an Tag 1: 30,6 Millionen US-Dollar
* Nettozuflüsse an Tag 2: 14,9 Millionen US-Dollar
BlackRock hält derweil mit starken Zahlen dagegen. Der IBIT sammelte kürzlich an einem einzigen Tag 269,3 Millionen US-Dollar ein – die stärkste Tagesperformance seit fünf Wochen. Insgesamt verzeichneten die zwölf US-Spot-ETFs an diesem Tag Zuflüsse von 358,1 Millionen US-Dollar.
Diese anhaltende institutionelle Nachfrage trifft auf ein Marktumfeld, in dem die Kryptowährung nach einer längeren Korrektur einen Boden sucht. Aktuell notiert Bitcoin bei rund 71.770 US-Dollar und damit knapp über der 50-Tage-Linie. Seit Jahresbeginn steht zwar noch ein Minus von gut 19 Prozent auf der Anzeigetafel, das langfristige Interesse der ETF-Käufer scheint dies jedoch nicht zu bremsen.
Politisches Zeitfenster schließt sich
Abseits des Börsenparketts rückt die politische Bühne in den Fokus. Der Digital Asset Market Clarity Act, der bereits im Juli 2025 das Repräsentantenhaus passierte, steckt im Senat fest. Das Gesetz soll einen klaren bundesstaatlichen Rahmen für digitale Vermögenswerte schaffen. Obwohl SEC-Chef Paul Atkins die Bereitschaft seiner Behörde zur sofortigen Umsetzung signalisiert hat, verzögert sich der Prozess durch Differenzen in den zuständigen Senatsausschüssen.
Das Zeitfenster für eine Einigung wird nun extrem eng. Senator Bernie Moreno machte deutlich, dass eine Verabschiedung des CLARITY Acts zwingend bis Mai erfolgen muss. Verstreicht diese Frist ohne Ergebnis im Senat, wird eine umfassende Gesetzgebung zu digitalen Vermögenswerten auf absehbare Zeit von der politischen Agenda in Washington verschwinden.
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