Bitcoin: Politik trifft Chart
Ein Treffen im Weißen Haus soll den festgefahrenen Stablecoin-Streit lösen, während On-Chain-Daten zeigen, dass viele Bitcoin-Investoren auf Verlusten sitzen.

- Weißes Haus lädt Banken und Krypto-Lobbyisten ein
- Stablecoin-Zinsen als zentraler Streitpunkt
- 63% des Bitcoin-Kapitals mit Verlusten
- Kritische Chartmarke bei 85.000 US-Dollar
In Washington prallen gerade zwei Welten aufeinander: Banken und Krypto-Lobbyisten sollen am Montag im Weißen Haus an einen Tisch. Es geht um klare Regeln für digitale Assets – und ausgerechnet Stablecoins könnten zum Zankapfel werden. Parallel zeigt die Blockchain-Datenlage: Viele Bitcoin-Investoren sitzen aktuell auf Buchverlusten, was den Markt anfälliger macht.
Weißes Haus will Streit um Stablecoins entschärfen
Laut Reuters lädt der Krypto-Rat der Trump-Regierung am Montag, 2. Februar 2026, Führungskräfte aus der Bankenbranche und aus Krypto-Verbänden ein. Ziel: Bewegung in den festgefahrenen Gesetzgebungsprozess rund um den „Clarity Act“ zu bringen, der bundesweite Regeln für digitale Vermögenswerte schaffen soll.
Der Knackpunkt sind Stablecoins, also an den US-Dollar gekoppelte Token. Konkret dreht sich der Streit um die Frage, ob Kryptobörsen oder Drittanbieter Zinsen auf Stablecoins zahlen dürfen. Banken warnen, dass genau das Einlagen abziehen könnte – schließlich würden „Krypto-Dollar“ dann plötzlich wie verzinste Konten wirken.
Teilnahme zugesagt hat unter anderem Summer Mersinger, Chefin der Blockchain Association (u.a. mit Mitgliedern wie Coinbase, Ripple und Kraken). Aus der Branche heißt es, das Weiße Haus bringe die Parteien gezielt an den Verhandlungstisch.
Wichtige Punkte der Auseinandersetzung:
– Gesetz zu Stablecoins seit Juli 2025: Emittenten dürfen keine Zinsen zahlen
– Streit um eine mögliche Hintertür: Zinszahlungen durch Drittanbieter
– Banken sehen Risiko eines Einlagenabflusses, Krypto-Firmen wollen Spielraum behalten
Brisant: Ein Standard-Chartered-Bericht vom 27. Januar 2026 beziffert das potenzielle Risiko auf rund 500 Milliarden US-Dollar an Bankeinlagen, die Stablecoins bis Ende 2028 abziehen könnten – falls sich der Trend und die Regulierung entsprechend entwickeln.
On-Chain-Daten erhöhen den Druck
Während politisch um Regeln gerungen wird, senden On-Chain-Daten eher ungemütliche Signale für Bitcoin-Halter. Nach Daten von Checkonchain (zitiert von CoinDesk, veröffentlicht am 29. Januar 2026) liegt bei rund 63% des „investierten Bitcoin-Vermögens“ der durchschnittliche Einstiegspreis über 88.000 US-Dollar. Heißt: Ein großer Teil des Kapitals ist zu höheren Kursen in den Markt gekommen als aktuell.
Warum ist das wichtig? Weil solche „Unterwasser“-Bestände bei weiteren Rücksetzern schneller zu Verkaufsdruck führen können – nicht aus Panik, sondern schlicht zur Verlustbegrenzung.
Zusätzlich zeigt die Verteilung der realisierten Einstiegspreise (URPD): Viele Bestände liegen gebündelt im Bereich 85.000 bis 90.000 US-Dollar. Rutscht der Kurs nachhaltig unter 85.000, könnte das laut Datenlogik weitere Verkäufer anziehen. Gleichzeitig gilt der Bereich darunter als dünner „gepolstert“: Zwischen 70.000 und 80.000 US-Dollar wird vergleichsweise wenig Unterstützung angezeigt; die 80.000 wurden zuletzt im November 2025 getestet.
Einordnung mit den bereitgestellten Kursdaten: Bitcoin notiert aktuell bei 87.812 USD und liegt damit nur knapp über dem im Datensatz genannten 52‑Wochen-Tief (84.682,62 USD). Der RSI von 38,1 deutet zudem auf eine eher schwache Momentum-Lage hin.
Was in den nächsten Tagen zählt
Kurzfristig laufen zwei Taktgeber zusammen: Regulierung (mit dem Stablecoin-Streit als potenziellem Bremsklotz oder Befreiung für den Markt) und Marktstruktur (viele Einstiege oberhalb des aktuellen Kursniveaus). Der nächste konkrete Termin ist das Treffen im Weißen Haus am 2. Februar – dort dürfte sich zeigen, ob der „Clarity Act“ bei den Stablecoin-Regeln näher an einen Kompromiss rückt oder ob der Konflikt zwischen Banken und Krypto-Industrie weiter schwelt.
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