Bitcoin: Rekordtag reißt alles mit!
US-Spotfonds verbuchen 2026 wieder Nettozuflüsse; Bitcoin liegt 46 Prozent über seinem Anfang Juli erreichten Jahrestief.

- Jahresbilanz der Fonds wieder positiv
- Montag mit höchstem Tageszufluss 2026
- Senatsabstimmung zum Krypto-Gesetz gescheitert
- Bitcoin 46 Prozent über Jahrestief
Rund 4,6 Milliarden US-Dollar flossen seit dem 19. August in die US-amerikanischen Bitcoin-Spot-ETFs. Diese anhaltende Nachfragewelle hat die Gesamtbilanz für das laufende Jahr gedreht: Nach Daten von Bloomberg erreichten die kumulierten Nettozuflüsse der börsengehandelten Fonds im Jahr 2026 am Mittwoch einen positiven Saldo von rund 320 Millionen US-Dollar. Zuvor hatten monatelange Mittelabflüsse das Jahresergebnis belastet.
Rekordtag treibt die Wende
Verantwortlich für den Umschwung war eine Serie kräftiger Kapitalzuflüsse in der abgelaufenen Handelswoche. Den Höhepunkt markierte der Montag, an dem die US-Spot-ETFs Nettozuflüsse von rund 998,95 Millionen US-Dollar verzeichneten. Dies stellte den höchsten Tageswert des gesamten Jahres 2026 dar.
Angeführt wurde das Volumen von BlackRocks iShares Bitcoin Trust mit rund 381,4 Millionen US-Dollar sowie dem ARK 21Shares Bitcoin ETF mit 289,1 Millionen US-Dollar und Fidelitys Wise Origin Bitcoin Fund mit 238,8 Millionen US-Dollar.
Auch an den Folgetagen blieb das institutionelle Interesse hoch. Am Dienstag summierten sich die Nettozuflüsse Medienberichten zufolge auf weitere 714,7 Millionen US-Dollar, wobei erneut die Produkte von BlackRock, Fidelity und ARK 21Shares an der Spitze lagen.
Diese Dynamik markiert einen deutlichen Bruch gegenüber der vorangegangenen Schwächephase: Noch am 15. September hatten die Fonds mit rund 450,33 Millionen US-Dollar den stärksten Tagesabfluss seit dem 25. Juni hinnehmen müssen.
Politischer Dämpfer im US-Senat
Während das institutionelle Kapital in die Fonds drängt, geriet die regulatorische Entwicklung in den USA ins Stocken. Am 16. September scheiterte eine Verfahrensabstimmung zum sogenannten Digital Asset Market Clarity Act im US-Senat mit 49 zu 50 Stimmen.
Der Gesetzentwurf verfehlte damit die für eine Weiterbehandlung erforderliche Hürde von 60 Stimmen. Die Vorlage sollte einen umfassenden Bundesrahmen für digitale Vermögenswerte schaffen und die Befugnisse der Terminmarktaufsicht CFTC ausweiten.
Die Anleger zeigten sich von dem vorläufigen Scheitern der Gesetzesinitiative wenig beeindruckt. Die Zuflüsse über die Spot-Produkte sorgten für eine Stabilisierung des Marktumfelds.
Kurs notiert deutlich über Tiefständen
Am Markt spiegelt sich die Erholung der vergangenen Wochen im Kursverlauf wider. Bitcoin notiert aktuell bei 84.439,00 USD. Damit liegt die Kryptowährung 46 Prozent über ihrem 52-Wochen-Tief von 57.720,73 USD, das Anfang Juli markiert worden war.
Auch der längerfristige Trend zeigt nach oben: Der aktuelle Kurs weist einen Abstand von 19 Prozent zum 200-Tage-Durchschnitt auf. Ob die US-ETFs ihren jüngsten Zuflusstrend in den kommenden Wochen fortsetzen können, bleibt für den weiteren Verlauf des Marktes maßgeblich.
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