Bitcoin: Schwacher Jahresstart ohne Präzedenz

Bitcoin erleidet einen massiven Quartalsverlust von über 25 Prozent. Ein großer Optionsablauf verstärkte den Druck, während institutionelle Käufe fast vollständig zum Erliegen kamen.

Die Kernpunkte:
  • Starker Kursverlust von über 25 Prozent im Q1
  • Optionsablauf von 14,16 Milliarden Dollar belastet
  • Institutionelle Käufe fast vollständig eingebrochen
  • Neuer ETF von Morgan Stanley startet mit Niedriggebühr

Bitcoin hat in dieser Woche die Marke von 66.000 US-Dollar unterschritten und die Verluste im ersten Quartal 2026 auf über 25 % ausgeweitet. Zum Jahresbeginn notierte die Kryptowährung noch bei rund 90.000 US-Dollar. Historische Daten liefern für eine vollständige Erholung aus einem derart schwachen Q1 bislang keinen Präzedenzfall.

Optionsablauf verstärkt den Abwärtsdruck

Ein wesentlicher Auslöser für den Kursrutsch am Freitag war der Ablauf von Bitcoin-Optionen im Wert von rund 14,16 Milliarden US-Dollar auf der Plattform Deribit — etwa 40 % des gesamten Open Interest. Der sogenannte „Max Pain“-Preis lag bei 75.000 US-Dollar, also weit über dem tatsächlichen Kursniveau. Das Ergebnis: Rund 97 % der Call-Optionen verfielen wertlos.

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Gleichzeitig stieg der Delta-Skew auf 15 %, ein Zeichen dafür, dass sich Marktteilnehmer verstärkt gegen weitere Verluste absichern. Innerhalb von 24 Stunden wurden am Kryptomarkt Long-Positionen im Wert von fast 400 Millionen US-Dollar liquidiert, davon 169 Millionen US-Dollar direkt in Bitcoin.

Institutionelle Käufer — aber nur einer

Das Bild auf institutioneller Seite ist gespalten. Laut einem aktuellen Cryptoquant-Report kaufte ein einzelnes Unternehmen — in den Daten als „Strategy“ geführt — in den vergangenen 30 Tagen rund 45.000 BTC. Das ist das schnellste Akkumulationstempo seit April 2025. Mit einem Gesamtbestand von 762.099 BTC kontrolliert diese Einheit nun etwa 76 % aller Bitcoin in börsennotierten Unternehmensschatzkammern.

Der Rest des Sektors hat seine Käufe dagegen nahezu eingestellt. Die kombinierten Zukäufe aller anderen Unternehmen mit Bitcoin-Reserven fielen auf unter 1.000 BTC — ein Rückgang von 99 % gegenüber dem Spitzenwert vom August 2025. Twenty One Capital hält 43.514 BTC, MARA 38.689 BTC.

Morgan Stanley greift an — ETFs verlieren Zuflüsse

Trotz der Marktschwäche drängt Morgan Stanley mit einem eigenen Spot-Bitcoin-ETF namens „MSBT“ in den Markt. Die Gebühr von 0,14 % liegt deutlich unter der von BlackRock (0,25 %) und könnte den Wettbewerb unter den Emittenten verschärfen.

Bestehende US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten am Freitag allerdings Nettoabflüsse von 171 Millionen US-Dollar — der höchste Wert seit drei Wochen. Das makroökonomische Umfeld bleibt belastend: Die Wall Street beendete die fünfte Verlustwoche in Folge, während der Ölpreis (Brent) auf über 105 US-Dollar je Barrel stieg.

Der Fear & Greed Index sank auf Werte zwischen 10 und 17 — das Territorium „extremer Angst“. An den Optionsmärkten wird die Wahrscheinlichkeit, dass Bitcoin bis Ende April unter 66.000 US-Dollar bleibt, aktuell auf 53 % geschätzt.

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