Bitcoin: Seitwärts unter 87.354 Dollar
Bitcoin hält sich oberhalb von 85.000 Dollar, während Zinspolitik und ETF-Ströme die Kursbewegung begrenzen.

- 85.000 Dollar dienen nun als Unterstützung
- 87.354 Dollar markieren den Widerstand
- Bitcoin-ETFs verzeichnen weiter Zuflüsse
- Monero und Zcash steigen stärker
Der Bitcoin-Kurs bewegt sich kaum, und doch steckt im Chart einiges an Substanz. Die Kryptowährung notiert bei rund 86.000 Dollar, ein Tagesplus von knapp 0,6 Prozent. Der Gesamtmarkt verharrt bei gut 3 Billionen Dollar.
Widerstand im Blick
Bitcoin hat die Verkaufsmauer bei 85.000 Dollar hinter sich gelassen und nutzt den Bereich nun als Unterstützung. Nach oben begrenzt der Widerstand bei 87.354 Dollar, knapp darunter liegt das September-Hoch. Ein Tagesschluss darüber wäre ein erstes Signal für einen neuen Anlauf.
Technisch spricht einiges für die Käufer. Gestern bildete sich ein zweites Golden Cross: Der exponentielle 100-Tage-Durchschnitt kreuzte über den 200-Tage-Durchschnitt. Nach Wochen mit kräftigen Kursgewinnen wirkt die aktuelle Ruhe wie eine Verschnaufpause.
Makro und ETF-Flüsse bremsen den Schwung
Dass der Markt nicht stärker ausschlägt, hat einen Grund. Die US-Notenbank hob Mitte September die Zinsen auf 3,75 bis 4,00 Prozent an, die erste Erhöhung seit Juli 2023. Der schwache Arbeitsmarktbericht mit nur 29.000 neuen Stellen drückte danach die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Anhebung im Oktober auf etwa 22 Prozent. Beide Effekte heben sich im Kurs weitgehend auf.
Die institutionelle Nachfrage bleibt intakt. US-Spot-Bitcoin-ETFs steuern auf die dritte Woche in Folge mit Zuflüssen zu, auch wenn die Rekordwoche Ende September mit 2,4 Milliarden Dollar kaum zu wiederholen sein dürfte. Bei Ethereum-ETFs zeigten sich dagegen erstmals nach Wochen wieder Nettoabflüsse.
Privacy Coins laufen vorneweg
Auffällig ist die Rotation am Rand des Marktes. Zcash und Monero schnitten am Dienstag besser ab als die großen Coins. Monero legte gut 2 Prozent zu, Zcash rund 3 Prozent. Beide bleiben allerdings in einer Konsolidierung unterhalb ihrer September-Hochs.
Termine und Marken
Der nächste Impuls kommt aus der Makrowelt: Der Oktober-Verbraucherpreisindex Mitte Oktober soll zeigen, ob der Disinflationstrend anhält. Die Fed-Sitzung am 27. und 28. Oktober wird nach aktuellem Datenstand ohne Zinserhöhung erwartet. Charttechnisch zählt kurzfristig vor allem die Marke bei 87.354 Dollar, während 85.000 Dollar als erste Auffanglinie dient.
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