Bitcoin: Strategy bricht „Never Sell“-Prinzip
Bitcoin zeigt trotz Kursanstieg kaum Überhitzungssignale. Institutionelle Käufe und eine Abkehr von der „Never Sell“-Strategie bei Strategy prägen den Markt.

- MVRV-Z-Score bleibt unter historischen Warnwerten
- Börsenreserven sinken kontinuierlich seit 2022
- Strategy-CEO kündigt mögliche Bitcoin-Verkäufe an
- Tschechische Nationalbank testet Bitcoin-Allokation
Oberhalb von 81.000 US-Dollar, kaum Überhitzungssignale — Bitcoin verhält sich in diesem Zyklus anders als in allen vorherigen. Währenddessen bricht der weltgrößte Unternehmens-Halter mit einem Dogma, das die institutionelle Krypto-Welt jahrelang geprägt hat.
MVRV-Z-Score: Kein Alarmzeichen
Der MVRV-Z-Score misst die Differenz zwischen Bitcoins aktuellem Marktwert und seinem realisierten Wert — historisch ein zuverlässiger Indikator für Zyklusgipfel. Werte über 6 markierten die Hochs von 2013, 2017 und 2021, mit Spitzenwerten von 12, 11 und 7. Aktuell liegt der Score nahe 1.
Selbst auf dem Weg zum Jahreshoch von knapp 125.000 US-Dollar im Oktober 2025 kletterte die Kennzahl lediglich auf rund 3,5 — weit unterhalb früherer Warnschwellen. Heute notiert Bitcoin bei rund 81.500 US-Dollar, etwa acht Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt, und der Score bleibt ruhig.
Institutionelle Käufer leeren die Börsen
Die Bitcoin-Reserven an Kryptobörsen sind seit Anfang 2022 kontinuierlich gesunken — von über 3,3 Millionen BTC auf aktuell knapp 3 Millionen BTC. Der Preis stieg in diesem Zeitraum deutlich. Das Muster deutet darauf hin, dass Käufer Coins zunehmend direkt in Eigenverwahrung überführen, statt sie handelbar zu lassen.
US-amerikanische Spot-Bitcoin-ETFs halten inzwischen rund 1,3 Millionen BTC — etwa 6,5 Prozent des umlaufenden Angebots. Im April 2026 flossen rund 2,44 Milliarden US-Dollar in diese Produkte, der stärkste institutionelle Monat des Jahres. Anfang Mai absorbierte allein der 4. Mai Zuflüsse von über 530 Millionen US-Dollar.
Das schafft eine strukturelle Knappheit: Nach dem Halving im April 2024 werden täglich nur noch 450 Bitcoin neu geschürft. ETFs haben in einzelnen Wochen bis zu 20.000 Coins nachgefragt — ein Vielfaches der täglichen Neuproduktion.
Strategy bricht mit dem „Never Sell“-Prinzip
Das markanteste Signal kommt nicht aus der Blockchain, sondern aus dem Boardroom. Während des Q1-Earnings-Calls erklärte Strategy-CEO Phong Le, das Unternehmen werde Bitcoin verkaufen, wenn es die „Bitcoin-per-Share“-Kennzahl verbessere oder bei der Verwaltung von Schulden und Dividendenverpflichtungen helfe. „Wir werden nicht einfach sagen: Wir verkaufen Bitcoin niemals“, so Le.
Das ist eine direkte Abkehr von der Linie, die Mitgründer Michael Saylor seit August 2020 verfolgt hatte. Hintergrund: Im ersten Quartal verbuchte Strategy einen Nettoverlust von 12,5 Milliarden US-Dollar — Folge des Bitcoin-Kursrückgangs zu Jahresbeginn. Zwischen dem 5. und 11. Mai kaufte das Unternehmen lediglich 535 Bitcoin, der kleinste Wochenkauf des laufenden Jahres.
Ein Markt ohne historisches Vorbild
Die klassischen Warnindikatoren schweigen, während institutionelle Bestände Rekordniveaus erreichen. Das Retail-Signal, das frühere Zyklen kennzeichnete, blieb durch den gesamten Anstieg stumm. Konzentriertes institutionelles Eigentum bringt jedoch neue Risiken mit sich — Allokationsumschichtungen großer Halter können Preisbewegungen auslösen, die On-Chain-Metriken nicht vorhersagen.
Einen weiteren Datenpunkt liefert die Tschechische Nationalbank: Sie testet derzeit eine einprozentige Bitcoin-Allokation ihrer rund 180 Milliarden US-Dollar schweren Reserven. Sollten andere Zentralbanken folgen, würde das die strukturelle Nachfrage nochmals verschieben — in einem Markt, dessen historische Schwellenwerte ohnehin neu kalibriert werden müssen.
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