Bitcoin: Strategy kauft 1.550 Coins für 101 Millionen

Während Privatanleger in Panik verfallen, kaufen Unternehmen wie Strategy massiv Bitcoin zu. Der Markt zeigt Anzeichen einer Stabilisierung.

Die Kernpunkte:
  • Strategy kauft 1.550 Bitcoin für 101 Millionen Dollar
  • US-Spot-ETFs verzeichnen wieder leichte Zuflüsse
  • Weitere Firmen wie Strive stocken Bitcoin-Bestände auf
  • Börsen liquidieren gehebelte Positionen im Wert von 300 Millionen Dollar

Privatanleger geraten in Panik. Der Stimmungsindikator „Crypto Fear & Greed Index“ signalisiert extreme Angst. Große Unternehmen sehen das völlig anders. Sie nutzen die aktuelle Kursschwäche für massive Zukäufe. Der Bitcoin notiert derzeit bei rund 62.762 US-Dollar. Damit bewegt sich die Kryptowährung gefährlich nah an ihrem 52-Wochen-Tief von knapp 59.200 Dollar. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf gut 29 Prozent.

Strategy greift wieder zu

Das Softwareunternehmen Strategy hat erneut zugeschlagen. Die Firma kaufte 1.550 weitere Bitcoin. Dafür zahlte das Management rund 101,3 Millionen Dollar. Der Durchschnittspreis lag bei gut 65.300 Dollar pro Coin. Das Unternehmen finanzierte den Deal durch den Verkauf eigener Aktien.

Dieser Schritt beendet aufkommende Spekulationen. Erst letzte Woche hatte Strategy 32 Bitcoin verkauft. Es war die erste Liquidation seit zwei Jahren. Marktbeobachter befürchteten bereits eine Abkehr von der langfristigen Haltestrategie. Im Gegenteil. Mit dem jüngsten Kauf wächst der Bestand auf über 845.000 Bitcoin an. Die Gesamtkosten dafür belaufen sich auf fast 64 Milliarden Dollar.

ETFs stabilisieren sich

Parallel dazu beruhigt sich der Markt für US-Spot-ETFs. Zuvor erlebten diese Produkte eine historische Verkaufswelle. Anleger zogen in 13 Tagen rund 4,4 Milliarden Dollar ab. Allein der iShares Bitcoin Trust von BlackRock verlor 3,3 Milliarden Dollar. Anfang Juni stoppte dieser Trend. Die Fonds verzeichneten wieder leichte Zuflüsse.

Abseits der ETFs füllen weitere Konzerne ihre Kassen mit digitalen Werten. Diese Unternehmen kauften zuletzt aktiv ein:

  • Strive: Die Investmentfirma erwarb 32 Bitcoin für 2,1 Millionen Dollar. Der Bestand wächst damit auf über 19.000 Coins.
  • Hyperscale Data: Das KI-Unternehmen meldet einen Besitz von knapp 709 Bitcoin. Das entspricht einem Marktwert von rund 45 Millionen Dollar.
  • BitMine: Der Konzern stockt neben seinen Bitcoin-Reserven massiv bei Ethereum auf. In einer Woche kaufte die Firma knapp 127.000 ETH.

Der Markt bereinigt sich aktuell selbst. Am Wochenende liquidierten Börsen gehebelte Positionen im Wert von über 300 Millionen Dollar. Das schafft ein gesünderes Verhältnis zwischen Käufern und Leerverkäufern. Auch technisch zeigt sich ein klares Bild. Der RSI-Indikator liegt bei 25,6 Punkten. Das signalisiert einen stark überverkauften Zustand. Die aktuelle Phase um 63.000 Dollar dient nun als wichtige Basis für die weitere Preisbildung.

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