Bitcoin: Strategy verkauft 1.690 Coins

Strategy veräußert weitere Bitcoin-Anteile, während BlackRock eine wachsende Marktentkopplung sieht. Die SEC plant zudem neue Regeln für Krypto-Anlagen.

Die Kernpunkte:
  • Strategy verkauft 1.690 Bitcoin
  • BlackRock sieht Entkopplung vom Aktienmarkt
  • SEC plant neues Regelwerk für Krypto
  • Bitcoin-ETFs verzeichnen hohe Zuflüsse

Die Kryptowährung Bitcoin bewegt sich derzeit in einem Spannungsfeld zwischen umfangreichen Abverkäufen durch institutionelle Akteure und einer zunehmenden Entkopplung von den klassischen Aktienmärkten.

Während ein prominenter Großinvestor seine Bestände weiter reduziert, um Kapital für Aktienrückkäufe zu generieren, blicken führende Vermögensverwalter optimistisch auf die sich wandelnde Marktstruktur. Parallel dazu bereitet die US-Börsenaufsicht SEC neue regulatorische Rahmenbedingungen vor, die den Handel mit Krypto-Anlagen nachhaltig beeinflussen könnten.

Milliardenschweres Unternehmen baut Bitcoin-Bestände ab

Das Unternehmen Strategy hat seine jüngste Verkaufswelle bei Bitcoin fortgesetzt. In der vergangenen Woche bis zum 9. August veräußerte die Gesellschaft insgesamt 1.690 Bitcoin zu einem Durchschnittspreis von etwa 64.262 US-Dollar.

Dieser Schritt erlöste rund 108,6 Millionen US-Dollar und markiert die vierte Verkaufswelle seit Juni dieses Jahres. Den Berichten zufolge wurden die Bitcoins mit einem Verlust von etwa 18,8 Millionen US-Dollar abgestoßen, da die ursprünglichen Anschaffungskosten deutlich höher lagen.

Die Erlöse aus diesen Verkäufen fließen direkt in das Liquiditätsmanagement des Unternehmens. Konkret nutzt Strategy das Kapital, um eigene Aktien der Gattung STRC zurückzukaufen, wofür bereits über 1,1 Millionen Anteile erworben wurden. Trotz dieser massiven Veräußerungen bleibt die Gesellschaft einer der weltweit größten Halter der Kryptowährung.

Der aktuelle Bestand beläuft sich auf 840.447 Bitcoin, was beim derzeitigen Marktwert einer Summe von etwa 55 Milliarden US-Dollar entspricht. Gleichzeitig hat das Unternehmen durch den Verkauf von MSTR-Aktien eine Barreserve von rund 4,65 Milliarden US-Dollar aufgebaut.

BlackRock sieht wachsende Unabhängigkeit von Aktien

Während die Verkäufe von Strategy den Kurs kurzzeitig belasteten, zeichnet BlackRock ein optimistisches Bild für die langfristige Entwicklung. Robert Mitchnick, Leiter der Digital Asset-Sparte bei BlackRock, betonte gestern, dass sich das Sentiment für Bitcoin merklich verbessere.

Ein entscheidender Faktor sei die zunehmende Entkopplung von traditionellen Aktienmärkten. Die Korrelation zum Technologieindex Nasdaq 100 fiel zeitweise auf einen Wert von minus 0,43, was die Rolle von Bitcoin als Diversifikationsinstrument in Portfolios unterstreicht.

Trotz der Kursverluste im laufenden Jahr – Bitcoin notiert aktuell bei 64.011,00 US-Dollar und liegt damit seit Jahresbeginn rund 27,61 Prozent im Minus – verzeichnen Bitcoin-ETFs weiterhin signifikante Zuflüsse. Allein in der vergangenen Woche flossen den Spot-ETFs netto 853,5 Millionen US-Dollar zu.

Der iShares Bitcoin Trust (IBIT) von BlackRock war dabei mit 693,7 Millionen US-Dollar der größte Profiteur. Mitchnick empfiehlt institutionellen Anlegern eine Allokation von ein bis zwei Prozent in Multi-Asset-Portfolios, um von der geringen Korrelation zu profitieren. Der Kurs hält sich derzeit stabil bei 1,06 Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt.

Regulierung im Fokus: SEC plant neues Regelwerk

Zusätzliche Dynamik könnte am Freitag in den Markt kommen. Die US-Börsenaufsicht SEC hat für den 15. August ein offenes Treffen angekündigt, um über neue, maßgeschneiderte Angebotsregeln für Krypto-Investmentverträge zu beraten.

SEC-Chef Atkins treibt diese Initiative voran, während der sogenannte CLARITY Act im US-Senat derzeit als politisch blockiert gilt. Diese neuen Regeln könnten als Brücke dienen, um regulatorische Klarheit zu schaffen, solange keine umfassende Gesetzgebung verabschiedet ist.

Für Anleger richtet sich der Blick zudem auf den morgigen Mittwoch, wenn die neuesten US-Inflationsdaten veröffentlicht werden. Diese Daten gelten als entscheidender Impulsgeber für die weitere Geldpolitik der US-Notenbank, die wiederum die Liquidität an den Kryptomärkten maßgeblich beeinflusst.

Analysten wie Will Clemente weisen darauf hin, dass Langzeithalter trotz der jüngsten Volatilität wieder mit der Akkumulation begonnen haben, was historisch oft eine Bodenbildung signalisierte.

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