Bitcoin: Unter 79.000 Dollar nach 86-Millionen-Liquidation

Steigende Anleiherenditen und geopolitischer Druck lassen Bitcoin unter die Marke von 79.000 Dollar fallen.

Die Kernpunkte:
  • Bitcoin fällt unter 79.000 Dollar
  • Anleiherenditen steigen auf über fünf Prozent
  • Ölpreis über 100 Dollar schürt Inflationssorgen
  • Strategy erwägt Bitcoin-Verkauf für Anleihenrückkauf

Anleihen werfen wieder massive Renditen ab. Öl wird teurer. Obendrein werden institutionelle Krypto-Wale nervös. Für Bitcoin ist das eine toxische Mischung. Die größte Kryptowährung fällt unter eine wichtige psychologische Marke.

Am Freitag rutschte der Kurs zeitweise auf 78.611 US-Dollar ab. Aktuell notiert Bitcoin bei rund 79.074 US-Dollar. Der plötzliche Rutsch löste eine Welle von Zwangsverkäufen aus. Händler mussten allein bei Bitcoin Long-Positionen im Wert von 86 Millionen US-Dollar liquidieren.

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Zinswende und teures Öl belasten

Der Hauptgrund für den Verkaufsdruck liegt am US-Anleihenmarkt. Die Rendite der 30-jährigen Staatsanleihen kletterte auf über fünf Prozent. Das dämpft die Attraktivität von zinslosen Anlagen wie Bitcoin. Der Markt preist Zinssenkungen der Federal Reserve fast vollständig aus. Stattdessen rechnen Händler nun mit einer Zinserhöhung bis März 2027.

Hinzu kommen geopolitische Spannungen. Ein Treffen zwischen den USA und China brachte keine Fortschritte. Neue Drohungen der US-Regierung gegen den Iran verunsichern die Märkte. Die Folge: Die Energiepreise steigen rasant. Rohöl der Sorte Brent kostet wieder deutlich über 100 US-Dollar. Das schürt neue Inflationsängste im verarbeitenden Gewerbe.

Institutionelle Halter machen Kasse

Auch aus dem Unternehmenssektor kommt Gegenwind. Das Unternehmen Strategy will bis zum 19. Mai Wandelanleihen im Wert von 1,5 Milliarden US-Dollar zurückkaufen. Zur Finanzierung zieht das Management explizit den Verkauf von Bitcoin in Betracht. Die Firma hält aktuell mehr als 800.000 Bitcoin. Diese Ankündigung sorgt bei Anlegern für erhebliche Verunsicherung.

Parallel dazu treiben andere Akteure neue Modelle voran. Strive Inc. plant ab Mitte Juni tägliche Bardividenden. Diese schüttet das Unternehmen auf Basis eigener Bitcoin-Bestände aus.

Technisch blicken Händler nun auf die Marke von 76.000 US-Dollar. In dieser Region verläuft auch der 50-Tage-Durchschnitt. Fällt der Kurs unter dieses Unterstützungsniveau, droht eine tiefere Korrektur. Hält die Zone, etabliert sich ein Konsolidierungs-Korridor bis 82.000 US-Dollar.

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