Bitcoin: Wachstumsflaute?

Die Nominierung eines neuen Fed-Chefs stärkt den US-Dollar massiv und löst eine Verkaufswelle bei Bitcoin aus. Milliardenbeträge wurden liquidiert, während die Stimmung auf extreme Angst fällt.

Die Kernpunkte:
  • Nominierung von Kevin Warsh zur Fed löst Turbulenzen aus
  • Über 2,5 Milliarden Dollar an Positionen glattgestellt
  • Stimmungsindex signalisiert extreme Angst am Markt
  • Technische Unterstützung bei 75.000 Dollar im Fokus

Anleger am Kryptomarkt brauchen derzeit starke Nerven. Eine toxische Mischung aus makroökonomischem Druck und einer Personalentscheidung in den USA hat eine massive Verkaufswelle ausgelöst. Während Milliardenbeträge am Terminmarkt liquidiert wurden und die Stimmung auf den Tiefpunkt fällt, richtet sich der Blick besorgt auf eine kritische Unterstützungslinie, die nun halten muss.

Der Fed-Effekt und der starke Dollar

Auslöser der aktuellen Turbulenzen ist primär die Nominierung von Kevin Warsh als nächster Vorsitzender der US-Notenbank Federal Reserve. Die Märkte reagierten prompt mit einer deutlichen Aufwertung des US-Dollar, was sogleich Vermögenswerte unter Druck setzte, die in der US-Währung notiert sind. Diese Korrelation traf nicht nur Bitcoin, sondern wütete auch bei den Rohstoffen: Silber verzeichnete den schlechtesten Handelstag seit 1980.

Obwohl Warsh in jüngsten Äußerungen eher für Zinssenkungen plädierte, werteten Marktteilnehmer seine Nominierung als Signal für eine gesicherte Unabhängigkeit der Zentralbank. Dies stärkte den Dollar massiv und entzog risikobehafteten Anlagen wie Kryptowährungen kurzfristig die Liquidität.

Kettenreaktion am Terminmarkt

Der Preisverfall löste eine Kaskade an Zwangsliquidierungen aus. Innerhalb von 24 Stunden wurden im gesamten Kryptosektor Positionen im Wert von über 2,58 Milliarden US-Dollar glattgestellt. Besonders hart traf es Bitcoin-Anleger, die auf steigende Kurse gesetzt hatten (Long-Positionen); allein hier summierten sich die Liquidierungen auf über 772 Millionen US-Dollar.

Die Stimmung unter den Marktteilnehmern ist entsprechend angespannt. Der „Fear & Greed Index“ fiel auf einen Wert von 16, was „extreme Angst“ signalisiert. Verstärkt wird der Abwärtsdruck durch signifikante Abflüsse aus den Spot-ETFs in den Tagen vor dem Absturz. Mit einem Kursverlust von rund 12,67 Prozent seit Jahresanfang hat der Bitcoin seine Gewinne aus dem Vorjahr teilweise wieder abgegeben.

Belastungsfaktor Mining

Zusätzlich kämpft die Infrastruktur des Netzwerks mit physischen Engpässen. Ein schwerer Wintersturm in Texas zwang große Mining-Betreiber Ende Januar dazu, ihren Stromverbrauch drastisch zu drosseln. Dies führte zu einem Rückgang der täglichen Produktion während der Spitzenlastzeiten. In Kombination mit den gefallenen Marktpreisen geraten die Einnahmen der Miner nun spürbar unter Druck.

Entscheidende Marken im Fokus

Analysten blicken nun gespannt auf den Bereich um 75.000 US-Dollar. Technische Indikatoren auf den Monatscharts mahnen zur Vorsicht: Ein bestätigter Durchbruch unter diese Marke könnte die Tür für eine tiefere Korrektur öffnen. Optimisten sehen in der Zone zwischen 75.000 und 80.000 US-Dollar hingegen eine letzte Kapitulation vor einer möglichen Bodenbildung. Die weitere Richtung dürfte maßgeblich von der Entwicklung des US-Dollar-Index (DXY) und den nächsten geldpolitischen Signalen abhängen.

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