Bitcoin: Wall Street öffnet die Schleusen
Morgan Stanley startet eigenen Spot-Bitcoin-ETF mit niedrigen Gebühren, während Charles Schwab direkten Krypto-Handel für Millionen Kunden einführt. Die institutionelle Infrastruktur wächst trotz geopolitischer Spannungen.

- Morgan Stanley emittiert eigenen Spot-Bitcoin-ETF
- Charles Schwab ermöglicht direkten Bitcoin-Handel
- Gebühren des neuen ETF unter BlackRock-Niveau
- Bitcoin-Inflation nach Halving erstmals negativ
Morgan Stanley und Charles Schwab schreiben heute gemeinsam ein neues Kapitel in der Geschichte des institutionellen Bitcoin-Marktes. Beide Häuser bringen zusammen Zugang zu einem Kundenvermögen von rund 24 Billionen US-Dollar in Reichweite der Kryptowährung.
Morgan Stanley prescht vor
Der Morgan Stanley Bitcoin Trust (MSBT) nimmt heute den Handel auf — und das macht das Institut zum ersten großen US-Bankhaus, das einen eigenen Spot-Bitcoin-ETF emittiert, statt Produkte externer Anbieter zu vertreiben. Der Trust bildet die CoinDesk Bitcoin Benchmark 4 PM NY Settlement Rate ab und hält Bitcoin direkt, ohne Hebel.
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Besonders auffällig ist die Gebührenstruktur: MSBT berechnet jährlich 0,14 Prozent — weniger als die Hälfte der 0,25 Prozent, die BlackRocks IBIT verlangt. Mit über 16.000 Finanzberatern und einem tiefen Zugang zu institutionellen und vermögenden Privatkunden hat Morgan Stanley die Vertriebsmacht, um diesen Kostenvorteil wirkungsvoll auszuspielen.
Was das Institut aufbaut, geht über einen einzelnen ETF hinaus: Retail-Handelsplattform, Trust-Bank-Lizenz, Spot-ETFs für Bitcoin, Ethereum und Solana sowie eigene Custody-Infrastruktur — ein vertikal integrierter Krypto-Stack.
Schwab öffnet 38 Millionen Konten
Parallel dazu startet Charles Schwab den direkten Spot-Handel mit Bitcoin und Ethereum für seine Brokerage-Kunden. Der Rollout über das neue Schwab Crypto-Konto beginnt im zweiten Quartal 2026, zunächst auf der thinkorswim-Plattform, später auf Schwab.com und der mobilen App. Kunden mit 38,9 Millionen aktiven Konten können damit echte BTC und ETH künftig neben ihren traditionellen Anlagen halten.
Geopolitik bremst, Angebot schwindet
Das makroökonomische Umfeld bleibt schwierig. Bitcoin pendelt seit Anfang Februar zwischen rund 62.000 und 75.000 US-Dollar — ein Muster, das historisch eher Vorsicht signalisiert. Brent-Rohöl bei 107 US-Dollar pro Barrel und die angespannte Lage zwischen den USA und dem Iran schüren Inflationsängste und dämpfen den Risikoappetit.
Auf der Angebotsseite sendet ein Binance-Bericht ein strukturell bullisches Signal: Bitcoins Nettoinflationsrate ist nach dem Halving erstmals negativ. Strategy hat in diesem Umfeld mehr Bitcoin absorbiert, als andere börsennotierte Miner zusammen verkauft haben, und hält inzwischen 766.970 BTC.
Trotz geopolitischer Bremswirkung notiert Bitcoin aktuell rund 14 Prozent über seinem Februar-Tief. Ob der institutionelle Infrastrukturausbau von heute ausreicht, um den Kurs aus seiner monatelangen Handelsspanne zu lösen, wird sich zeigen, sobald der makroökonomische Gegenwind nachlässt.
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