Bitcoin: Washington ebnet den Weg
Neue US-Regeln könnten Kryptowährungen für Pensionspläne öffnen, während der Handel zunehmend außerbörslich stattfindet und Miner Bestände abbauen.

- US-Arbeitsministerium plant Zulassung für Pensionspläne
- Über 90 Prozent des Handelsvolumens läuft OTC ab
- Große Mining-Firmen verkaufen Bitcoin-Bestände
- Kurs notiert unter wichtiger technischer Marke
Während der Kurs scheinbar auf der Stelle tritt, bereitet Washington im Hintergrund eine fundamentale Wende vor. Ein neuer Regelentwurf des US-Arbeitsministeriums könnte Kryptowährungen bald den Weg in private Vorsorgepläne ebnen. Gleichzeitig zeigt ein Blick unter die Oberfläche des Marktes eine massive Verschiebung der Handelsaktivitäten weg von den öffentlichen Börsen hin zu außerbörslichen Geschäften.
Institutionelle Käufer meiden die Börsen
Der Vorstoß des Department of Labor markiert eine klare Abkehr von der bisherigen regulatorischen Skepsis. Zukünftig sollen digitale Vermögenswerte explizit in 401(k)-Pensionspläne aufgenommen werden dürfen. Flankiert wird dies durch eine neue Richtlinie der US-Bankenaufsicht OCC, die nationalen Treuhandbanken die Verwahrung von Krypto-Assets in einem nicht-treuhänderischen Rahmen offiziell gestattet.
Diese institutionelle Öffnung spiegelt sich bereits im Handelsverhalten wider. Laut On-Chain-Daten von CryptoQuant fließen aktuell über 92 Prozent des Kapitals in den außerbörslichen Handel (OTC). Die Bestände auf den regulären Kryptobörsen schrumpften infolgedessen in den vergangenen 30 Tagen um 66.300 Einheiten. Auf den öffentlichen Handelsplätzen sinkt derweil das reguläre Spot-Volumen, während der Anteil gehebelter Positionen zunimmt. Analysten warnen, dass diese Entwicklung die Anfälligkeit für plötzliche Preisschwankungen erhöht, da der Markt stärker von Derivaten abhängig wird.
Miner verkaufen im großen Stil
Dieser enormen OTC-Nachfrage steht ein spürbarer Verkaufsdruck der Produzenten gegenüber. Große Mining-Unternehmen trennen sich derzeit in signifikantem Umfang von ihren Beständen. So veräußerte Marathon Digital kürzlich 15.000 Bitcoin für rund 1,1 Milliarden US-Dollar zum Schuldenabbau. Auch Riot Platforms verkaufte im ersten Quartal rund 3.778 Einheiten, um den strategischen Schwenk des Unternehmens in Richtung KI-Infrastruktur zu finanzieren.
Aktuell notiert die Kryptowährung bei knapp 66.892 US-Dollar und damit rund 2,5 Prozent unterhalb der 50-Tage-Linie. Kurzfristige Anleger sitzen laut Glassnode-Daten derzeit auf durchschnittlichen Buchverlusten von 22 Prozent. Solche Phasen eines unrentablen Angebots gingen in der Vergangenheit häufig einer Bodenbildung voraus.
Technisch bewegt sich der Kurs in einem absteigenden Kanal. Ein wichtiges Auffangbecken liegt bei 65.636 US-Dollar, wo zuletzt viel Volumen umgesetzt wurde. Um den aktuellen Abwärtstrend zu brechen und eine nachhaltige Erholung einzuleiten, muss die Marke von 67.607 US-Dollar zurückerobert werden.
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