BKW Aktie: Batteriepark Waltrop mit 900 MW

BKW verzeichnet im Halbjahr weniger EBIT, bestätigt jedoch die Jahresprognose und beschließt mit Partnern einen 900-MW-Batteriespeicher.

Die Kernpunkte:
  • BKW-Aktie erreicht neues 52-Wochen-Tief
  • Operatives Ergebnis fällt um 15,1 Prozent
  • Batteriespeicher Waltrop mit 900 MW beschlossen
  • EBIT-Zielspanne für 2026 bestätigt

Die Aktien des Schweizer Energieunternehmens BKW haben eine schwierige Handelswoche hinter sich. Nachdem die bereits am 19. August veröffentlichten Halbjahreszahlen einen deutlichen Rückgang des operativen Ergebnisses aufzeigten, geriet der Kurs erheblich unter Druck. Am gestrigen Mittwoch markierte das Papier mit 124,10 CHF ein neues 52-Wochen-Tief. Am heutigen Vormittag zeigt sich die Notierung bei 125,90 CHF etwas stabilisiert.

Herausforderungen durch Wetter und Geopolitik

BKW berichtete für die ersten sechs Monate des laufenden Geschäftsjahres einen Rückgang des operativen Gewinns (EBIT) um 15,1 % auf 263,7 Mio. CHF. Auch das EBITDA verzeichnete ein Minus von 10,1 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Diese Entwicklung belastete die Stimmung der Anleger spürbar, zumal Medienberichten zufolge mehrere Analystenhäuser ihre Gewinnprognosen für das Gesamtjahr aufgrund der schwächeren operativen Kennzahlen nach unten korrigierten.

Das Unternehmen führt die Ergebniseinbußen maßgeblich auf externe Faktoren zurück. Geringe Niederschläge und die daraus resultierende Dürre beeinträchtigten die Energieproduktion. Zusätzlich belasteten Marktverwerfungen infolge geopolitischer Spannungen im Rahmen des Iran-Konflikts das operative Geschäft. Die Gesamtleistung des Konzerns sank in diesem Umfeld um 3,1 % auf 2.182,5 Mio. CHF.

Speicherprojekte und Ausblick auf das Gesamtjahr

Trotz der aktuellen operativen Herausforderungen treibt BKW seine langfristige Strategie voran. Gemeinsam mit den Partnern Luxcara und Trianel wurde der Baubeschluss für den „Batteriepark Waltrop“ gefasst.

Dieser Großbatteriespeicher soll über eine Leistung von 900 MW und eine Kapazität von 1.800 MWh verfügen. Solche Investitionen sind Teil der strategischen Ausrichtung „Solutions 2030“, mit der sich der Konzern für die kommenden Jahre positioniert.

Für das laufende Geschäftsjahr 2026 hält das Management an seinen Zielen fest und bestätigte die EBIT-Guidance in einer Bandbreite von 650 bis 750 Mio. CHF. Kunden des Versorgers können zudem mit Entlastungen rechnen: Für das Jahr 2027 kündigte das Unternehmen eine deutliche Senkung der Stromtarife in der Grundversorgung an. Dabei sollen sinkende Energietarife die steigenden Netznutzungskosten überkompensieren.

Anleger warten nun auf den kommenden Dienstag, den 1. September, wenn die detaillierte Publikation des vollständigen Halbjahresberichts erfolgt. Die Vorlage der Bilanz für das gesamte Geschäftsjahr 2026 ist für den 10. März 2027 geplant.

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