BlackBerry Aktie: 9-Prozent-Rückgang nach 58-Prozent-Rally

BlackBerry beendet Restrukturierung und setzt voll auf KI und eingebettete Systeme. Die QNX-Plattform treibt das Wachstum, während die Aktie nach einer Rallye korrigiert.

Die Kernpunkte:
  • Restrukturierung offiziell abgeschlossen
  • Fokus auf KI und eingebettete Systeme
  • QNX-Plattform in 275 Millionen Fahrzeugen
  • Aktie nach Rallye um 9 Prozent gefallen

BlackBerry hat den harten Konzernumbau offiziell beendet. CFO Tim Foote bestätigte den Abschluss der Restrukturierung. Ab jetzt fokussiert sich das Unternehmen vollständig auf Wachstum in den Bereichen Künstliche Intelligenz und eingebettete Systeme.

Software-Offensive im Auto

Das Herzstück bildet die Software-Plattform QNX. Sie ist bereits in rund 275 Millionen Fahrzeugen weltweit im Einsatz. Das Management erwartet in diesem Segment ein Umsatzwachstum von 15 Prozent.

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Gemeinsam mit dem Partner Vector arbeitet BlackBerry an „Alloy Kore“. Diese neue Plattform zielt auf softwaredefinierte Fahrzeuge ab. In den kommenden Wochen rechnet QNX-Präsident John Wall bereits mit einem neuen Großauftrag aus Europa.

Volatilität nach der Rallye

An der Börse sorgte die Neuausrichtung zuletzt für massive Bewegungen. Am Freitag gab die Aktie um 9,05 Prozent auf 8,09 Euro nach. Zuvor war das Papier innerhalb eines Monats um über 58 Prozent gestiegen.

Analysten diskutieren derweil über die hohe Bewertung des Tech-Konzerns. Die Kooperation mit NVIDIA wird dabei besonders aufmerksam beobachtet. Dem steht ein stabiler Auftragsbestand gegenüber.

Seit dem Tief im März bei 2,72 Euro hat sich der Kurs mehr als verdreifacht. Das 52-Wochen-Hoch von 9,99 Euro bleibt vorerst in Sichtweite. Dieser sogenannte Royalty Backlog umfasst rund 950 Millionen US-Dollar und verteilt sich über die nächsten 15 Jahre.

Ende Juni stehen die Ergebnisse für das erste Quartal 2027 an. Marktteilnehmer warten gespannt auf Belege für die operative Stärke der KI-Sparte. Auch neue Regierungsaufträge wie die jüngste AtHoc-Zertifizierung könnten den weiteren Trend bestimmen.

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