BlackBerry Aktie: AtHoc erhält FedRAMP-Zertifizierung
BlackBerry schließt Restrukturierung ab und positioniert sich als Wachstumsunternehmen mit Fokus auf QNX und Cybersecurity.

- Restrukturierung offiziell abgeschlossen
- Fokus auf QNX und Cybersecurity
- Wichtige US-Regierungszertifizierung erhalten
- Quartalszahlen im Juni als Härtetest
BlackBerry hat sich zurückgemeldet. Der einstige Smartphone-Pionier ist heute ein Softwarekonzern – und der fährt seit Jahresbeginn eine beeindruckende Rallye. Knapp 146 Prozent Kursplus stehen seit Januar zu Buche. Die vergangene Woche brachte eine kleine Verschnaufpause: Das Papier schloss am Freitag bei 7,96 Euro, ein Minus von 0,93 Prozent. Auf Wochensicht ergibt sich ein Rückgang von 1,67 Prozent.
Turnaround offiziell abgeschlossen
Den Grund für den Höhenflug lieferte das Management selbst. CFO Tim Foote erklärte auf einer Investorenkonferenz, der Konzern habe die Restrukturierung hinter sich gelassen. BlackBerry sei nun ein „Wachstumsunternehmen“.
Der Umbau trug den Namen Project Imperium. BlackBerry trennte sich von seinem Sicherheitsgeschäft Cylance, verkaufte die Sparte an Arctic Wolf. Übrig blieben zwei Kernbereiche: die QNX-Software für den Automobil- und Medizinsektor – eine Art „physikalisches KI-Betriebssystem“ – und eine spezialisierte Cybersecurity-Division.
Regierungsaufträge als Rückenwind
Parallel dazu sicherte sich BlackBerry einen wichtigen Etappensieg. Die Plattform AtHoc, die für sichere Kommunikation in Behörden sorgt, erhielt die FedRAMP Class D Re-Zertifizierung – die höchste Sicherheitsstufe der US-Regierung für sensible, nicht geheime Daten.
Rund 80 Prozent aller US-Bundesbehörden nutzen AtHoc bereits. Das Zertifikat ist kein Formalakt. Es sichert BlackBerry den Status als einzigen autorisierten Cloud-Anbieter für Notfallmanagement auf diesem Niveau. Ein klares Signal: Das Unternehmen setzt auf staatliche Großkunden mit maximalen Sicherheitsanforderungen.
Technische Lage: Rückenwind bleibt, aber Vorsicht geboten
Aus charttechnischer Sicht ist die Aktie weiter stark unterwegs. Sie notiert 43 Prozent über ihrem 50-Tage-Durchschnitt. Der RSI liegt bei 64,9 Punkten – die Aktie ist nicht mehr überkauft, aber auch nicht günstig. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 9,99 Euro beträgt gut 20 Prozent.
Die Volatilität bleibt mit annualisiert über 80 Prozent extrem hoch. Der Kurs reagiert empfindlich auf momentumgetriebenen Handel und starkes Retail-Interesse. Kein Wunder bei einer Aktie, die ihren Wert binnen eines Jahres mehr als verdoppelt hat.
Ausblick: Quartalszahlen als Härtetest
Im Juni legt BlackBerry die Zahlen für das erste Fiskalquartal 2027 vor. Analysten achten dann vor allem auf die QNX-Sparte. Das Unternehmen peilt ein Umsatzwachstum von 15 Prozent an. Die Auftragsrückstände liegen bei rund 950 Millionen Dollar. Die große Frage: Wie viel davon fließt tatsächlich in die Kasse?
BlackBerry will bis Ende 2025 einen konsistent positiven operativen Cashflow erreichen. Dieser Meilenstein ist der entscheidende Test für die neue „Growth Company“-These.
BlackBerry-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BlackBerry-Analyse vom 13. Juni liefert die Antwort:
Die neusten BlackBerry-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BlackBerry-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BlackBerry: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




