BlackBerry Aktie: Gewinne mitgenommen?
QNX erzielt Rekorderlöse und erhält einen Großauftrag, während BlackBerry die Konzernziele für das Geschäftsjahr 2027 erhöht.

- Konzernumsatz im zweiten Quartal 26 Prozent höher
- QNX-Erlöse erreichen 80,3 Millionen US-Dollar
- Coretura-Auftrag erweitert Lizenzbestand um über 100 Millionen
- Aktie fällt nach Zahlenvorlage um 7,5 Prozent
Mit einem Umsatzsprung von 26 Prozent im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2027 und der zweiten Prognoseanhebung im laufenden Turnus meldet sich BlackBerry operativ zurück.
Während das Softwaregeschäft für die Automobilbranche Rekordwerte verzeichnet, gerät der Aktienkurs nach der Zahlenvorlage unter Druck. Am Markt verliert der Titel heute 7,5 Prozent auf 7,08 Euro, nachdem Anleger Gewinne mitnehmen und Vorsicht im Sicherheitssegment einpreisen.
Rekordlauf bei Fahrzeugsoftware gleicht Dämpfer aus
Verantwortlich für das robuste Quartalsergebnis ist vor allem die Sparte QNX. Die Erlöse in diesem Bereich kletterten im Dreimonatszeitraum bis zum 31. August 2026 um 27 Prozent auf den Rekordwert von 80,3 Millionen US-Dollar. Die bereinigte Bruttomarge im Segment erreichte 87 Prozent.
Wesentlichen Anteil am künftigen Wachstum hat ein neuer Großabschluss: Das Gemeinschaftsunternehmen Coretura, getragen von Daimler Truck und der Volvo Group, entschied sich für die Middleware Alloy Kore als Basissoftware seiner künftigen Nutzfahrzeugplattform. Laut Unternehmensangaben handelt es sich um den größten Auftrag in der Geschichte von QNX, der das bestehende Lizenz-Backlog um mehr als 100 Millionen US-Dollar aufstockt.
Demgegenüber zeigte sich die zweite Kernsparte, Secure Communications, verhaltener. Die Erlöse legten dort lediglich um zwei Prozent auf 60,9 Millionen US-Dollar zu, während das bereinigte Sparten-EBITDA um 18 Prozent auf 8,0 Millionen US-Dollar nachgab.
Als Reaktion auf geopolitische Unsicherheiten und handelspolitische Spannungen zwischen den USA und Kanada stutzte das Management die Jahresprognose für diesen Bereich leicht auf 260 bis 270 Millionen US-Dollar.
Angehobene Jahresziele und solider Cashbestand
Konzernweit übertraf BlackBerry dennoch die Erwartungen. Das GAAP-Nettoeinkommen lag im zweiten Geschäftsquartal bei 33,9 Millionen US-Dollar, nach 13,3 Millionen US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Es ist das sechste Quartal in Folge, das das Unternehmen profitabel abschließt. Das bereinigte Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um 81 Prozent auf 47,0 Millionen US-Dollar. Der operative Cashflow verbesserte sich deutlich von 3,4 Millionen auf 29,3 Millionen US-Dollar.
Vor diesem Hintergrund schraubte Vorstandschef John Giamatteo die Gesamterlöserwartung für das Geschäftsjahr 2027 auf 616 bis 636 Millionen US-Dollar nach oben. Zuvor hatte die Spanne bei 594 bis 621 Millionen US-Dollar gelegen.
Auch das bereinigte Jahres-EBITDA wird mit 141 bis 158 Millionen US-Dollar nun höher angesetzt. Für das dritte Quartal peilt das Management Umsätze zwischen 143 und 154 Millionen US-Dollar an.
Trotz des heutigen Rücksetzers behauptet die Aktie seit Jahresanfang ein deutliches Plus von 116 Prozent. Mit liquiden Mitteln und kurzfristigen Investitionen von 447,1 Millionen US-Dollar sieht sich der Konzern finanziell gerüstet, um die Umwandlung des QNX-Auftragsbestands in margenstarke Software-Lizenzgebühren über die kommenden Jahre voranzutreiben.
BlackBerry-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BlackBerry-Analyse vom 25. September liefert die Antwort:
Die neusten BlackBerry-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BlackBerry-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BlackBerry: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




