BlackBerry Aktie: Giamatteo verkauft 125.000 Aktien
BlackBerry-CEO veräußert Aktien im Wert von 1,38 Mio. Dollar, während der Kurs dank Rekordzahlen und QNX-Wachstum auf 10,19 Euro steigt.

- CEO verkauft 125.000 Aktien
- Aktie steigt um sieben Prozent
- Erstes profitables Auftaktquartal seit neun Jahren
- QNX treibt Expansion in Physical AI
BlackBerry wandelt sich radikal. Während die Konzernführung eigene Aktien versilbert, treiben Rekordzahlen den Kurs nach oben. Das einstige Smartphone-Urgestein erfindet sich gerade als Software-Spezialist für „Physical AI“ neu.
CEO John Giamatteo plant den Verkauf von 125.000 Aktien. Das Paket hat einen Marktwert von etwa 1,38 Millionen Dollar. Auch Finanzchef Tim Foote stieß Anteile ab. Der Grund: Die Manager decken damit Steuerzahlungen für fällige Aktienprämien.
Anleger reagieren gelassen. Die Aktie kletterte am Donnerstag um gut sieben Prozent auf 10,19 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Plus damit auf rund 214 Prozent. Der Markt honoriert die operativen Fortschritte mehr als die Insider-Transaktionen.
Durchbruch bei der Profitabilität
Der Konzern meldet starke Zahlen für das erste Geschäftsquartal 2027. Der Umsatz stieg um 26 Prozent auf 152,9 Millionen Dollar. BlackBerry erwirtschaftete parallel dazu einen operativen Cashflow von 4,6 Millionen Dollar.
Es ist der erste positive Wert in einem Auftaktquartal seit neun Jahren. Die bereinigte Bruttomarge liegt bei hohen 78,6 Prozent. Das bereinigte EBITDA kletterte im gleichen Schritt auf 36,3 Millionen Dollar.
QNX treibt die „Physical AI“
Der Wachstumsmotor heißt QNX. Die Software-Sparte liefert die Basis für intelligente Maschinen, Robotik und Medizintechnik. BlackBerry weitet diese Strategie nun massiv über den Automobilsektor hinaus aus. Ziel ist die Marktführerschaft bei der sogenannten „Physical AI“.
Inzwischen steckt die Technologie in mehr als 275 Millionen Fahrzeugen weltweit. Zuletzt sicherte sich das Unternehmen neue Aufträge von Chipherstellern und Industriekunden. Die Nachfrage nach sicherheitszertifizierter Software für geschäftskritische Anwendungen steigt stetig.
Der Vorstand erhöht die Prognose für das Gesamtjahr. BlackBerry erwartet nun Erlöse zwischen 594 und 621 Millionen Dollar. Damit festigt das Unternehmen seine Position in den Bereichen Cybersicherheit und eingebettete Systeme.
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