Blackstone Aktie: Milliardendeal mit Mitsubishi ist eingetütet
Blackstone-Fonds und vier kanadische Pensionsinvestoren erwerben für 3,1 Milliarden Dollar eine Minderheitsbeteiligung an Mitsubishis LNG-Tochter.

- Konsortium übernimmt 49,9 Prozent ohne Kontrolle
- Mitsubishi behält sämtliche LNG-Liefermengen
- Zweite Ausbaustufe soll Kapazität verdoppeln
- Blackstone nennt keine erwartete Rendite
Blackstone steigt tief in Kanadas Flüssiggasgeschäft ein. Fonds der Sparte Credit & Insurance haben gemeinsam mit vier kanadischen Pensionsinvestoren vereinbart, 3,1 Milliarden Dollar in eine Mitsubishi-Tochter zu stecken. Die hält die Beteiligung des japanischen Konzerns am Exportterminal LNG Canada.
Struktur des Deals
Das Konsortium erwirbt 49,9 Prozent an der Mitsubishi-Tochter, bleibt damit aber Minderheitsgesellschafter ohne Kontrolle. Mitsubishi führt das Geschäft weiter und behält den vollen Anteil an den LNG-Liefermengen. Für den Konzern ist das eine Möglichkeit, Kapital aus einem Kernasset zu heben, ohne die Kontrolle abzugeben.
An der Investorengruppe beteiligen sich der Canada Pension Plan Investment Board, OMERS, IMCO und PSP Investments. Blackstone bezeichnet den Schritt als Ausdruck seiner Überzeugung für den kanadischen Markt. Goldman Sachs fungierte als Lead Structuring Agent und Finanzberater.
Das Projekt dahinter
LNG Canada ist Kanadas erstes und bislang einziges großes Exportterminal für Flüssigerdgas. Die geplante zweite Ausbaustufe soll die Kapazität auf 28 Millionen Tonnen pro Jahr verdoppeln. Die Anlage würde damit zu den größten der Welt zählen.
Blackstone argumentiert mit der steigenden Energienachfrage auf den globalen Märkten. Der Vermögensverwalter setzt dabei auf sein Modell, großen Konzernen flexible Finanzierungslösungen für ihre wichtigsten Anlagen anzubieten.
Reihe großer Energiedeals
Die Transaktion fügt sich in eine Serie ein. Die Plattform für Infrastruktur und Asset-Based Credit verwaltet 140 Milliarden Dollar. In den vergangenen zwei Jahren kamen unter anderem eine Partnerschaft mit Kuwait Oil Company über 16 Milliarden Dollar, ein Engagement bei Port Arthur LNG Phase 2 über 7 Milliarden Dollar und eine Investition bei Rogers über 7 Milliarden kanadische Dollar hinzu.
Die Aktie schloss am Freitag an der NYSE 1,73 Prozent tiefer bei 118,51 Dollar. Wie der Markt die Nachricht am Montag aufnimmt, zeigt sich zum US-Handelsstart. Finanzielle Details zur erwarteten Rendite nennt Blackstone nicht.
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