Bloom Energy: 2,45 GW für Project Jupiter mit Oracle

Bloom Energy übertrifft mit Quartalszahlen alle Erwartungen und sichert sich ein Großprojekt mit Oracle. Analysten heben Kursziele an.

Die Kernpunkte:
  • Umsatzsprung auf 751 Millionen Dollar
  • Gewinn je Aktie weit über Prognose
  • 2,45-Gigawatt-Projekt mit Oracle
  • Analysten erhöhen Kursziele deutlich

Ein Umsatzplus von 130 Prozent, ein Gewinn je Aktie fünfmal über den Erwartungen und ein milliardenschweres Großprojekt mit Oracle — Bloom Energy hat das erste Quartal 2026 mit einer Wucht abgeschlossen, die Wall Street zur Neubewertung zwingt.

Zahlen, die kaum jemand erwartet hat

Der Umsatz kletterte auf 751 Millionen Dollar, angetrieben von einem Produktumsatz von 653 Millionen Dollar — ein Plus von mehr als 200 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Treiber: explodierende Nachfrage von Rechenzentrumsbetreibern nach zuverlässiger, netzunabhängiger Stromversorgung.

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Beim Gewinn fiel die Überraschung noch deutlicher aus. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 0,44 Dollar — der Konsens hatte 0,09 Dollar erwartet. Die bereinigte Bruttomarge erreichte 31,5 Prozent, das operative Ergebnis 72,2 Millionen Dollar.

Project Jupiter: 2,45 Gigawatt für Oracle

Das Herzstück der Wachstumsstory ist ein Mikronetz-Projekt im Doña Ana County, New Mexico. Gemeinsam mit Oracle plant Bloom Energy dort den Einsatz von Festoxid-Brennstoffzellen mit einer Kapazität von bis zu 2,45 Gigawatt — Teil einer Partnerschaft, die auf bis zu 2,8 Gigawatt ausgebaut werden kann.

Das Projekt ersetzt klassische Gasturbinen und Dieselgeneratoren, reduziert NOx-Emissionen um 92 Prozent und kommt nahezu ohne Wasserverbrauch aus. Für Hyperscaler wie Oracle wird die Unabhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz zum strategischen Ziel. Bemerkenswert: Mehr als die Hälfte des aktuellen Auftragsbestands im Rechenzentrumssegment stammt inzwischen von anderen Kunden als Oracle — die Technologie findet breiteren Absatz.

Analysten ziehen nach, Institutionelle kaufen

Nach den Quartalszahlen passten mehrere Banken ihre Kursziele an. BTIG Research vergab ein neues Kursziel von 295 Dollar mit Kaufempfehlung. Mizuho hob das Ziel von 110 auf 285 Dollar an, behielt aber die neutrale Einstufung bei. Citigroup erhöhte auf 281 Dollar, Wells Fargo sieht das Ziel bei 217 Dollar.

Parallel dazu bauten institutionelle Investoren ihre Positionen aus. Vanguard hält nun rund 20,85 Millionen Aktien — eine Beteiligung von knapp neun Prozent. Goldman Sachs weitete seine Position um mehr als 50 Prozent auf rund 2,5 Millionen Aktien aus. Stanley Druckenmillers Duquesne Family Office hat ebenfalls eine neue Position aufgebaut.

Jahresausblick mit klarer Ansage

Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Bloom Energy einen Umsatz zwischen 3,4 und 3,8 Milliarden Dollar. Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll zwischen 1,85 und 2,25 Dollar liegen, bei einer bereinigten Bruttomarge von 32 bis 34 Prozent. Die Fertigungskapazität liegt bei bis zu 5 Gigawatt jährlich — genug, um den Skalierungsbedarf der KI-Infrastruktur zu bedienen.

Einziger Wermutstropfen: Insider verkauften in den vergangenen 90 Tagen Aktien im Wert von rund 79 Millionen Dollar. Das dämpft die Euphorie leicht, ändert aber nichts am Bild eines Unternehmens, das sich vom Nischenanbieter zum zentralen Stromlieferanten der KI-Ära entwickelt.

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