Bloom Energy Aktie: 2,8 Gigawatt mit Oracle
Bloom Energy profitiert von neuer FERC-Regelung und Milliardenverträgen mit Oracle und Nebius. Der Aktienkurs legte deutlich zu.

- Wegweisendes Urteil der US-Energiebehörde FERC
- Milliardenschwere Partnerschaft mit Oracle
- Umsatzwachstum von 130 Prozent im Quartal
- Analysten heben Kursziele an
Künstliche Intelligenz braucht Strom. Viel Strom. Genau hier positioniert sich Bloom Energy als entscheidender Flaschenhals-Löser. Nach einer bahnbrechenden Entscheidung der US-Aufsichtsbehörden explodiert die Nachfrage nach den Brennstoffzellen des Unternehmens.
Freie Fahrt für Rechenzentren
Am 18. Juni fällte die US-Energiebehörde FERC ein wegweisendes Urteil. Große Netzbetreiber müssen ihre Anschlussregeln für Großverbraucher rasch reformieren. Die Behörde fordert eine Überholspur für KI-Rechenzentren. Diese verbrauchen massiv Strom. Die Folge: chronisch überlastete Netze.
Bloom Energy profitiert direkt von diesem regulatorischen Rückenwind. Das Unternehmen liefert dezentrale Brennstoffzellen. Damit umgehen Rechenzentren die klassischen Netzengpässe komplett. Das Resultat an der Börse: Die Aktie schoss auf Wochensicht um über 26 Prozent nach oben.
Milliarden-Deals treiben das Wachstum
Parallel dazu meldet das Management massive kommerzielle Erfolge. Der Cloud-Anbieter Nebius unterzeichnete einen Zehnjahresvertrag. Dieser Deal spült bis zu 2,6 Milliarden US-Dollar in die Kassen. Bloom Energy liefert dafür 328 Megawatt Leistung.
Obendrein baut der Konzern seine Partnerschaft mit Oracle aus. Hier geht es um ein gigantisches Projektvolumen von bis zu 2,8 Gigawatt. Hyperscaler setzen zunehmend auf Brennstoffzellen. Nur so können sie den Dauerbetrieb ihrer KI-Systeme absichern.
Die Zahlen zum ersten Quartal untermauern diesen Trend. Der Umsatz kletterte um 130 Prozent auf gut 751 Millionen US-Dollar. Dabei erzielte Bloom Energy eine operative Marge von 17,3 Prozent. Der Vorstand hob daraufhin die Jahresprognose deutlich an.
Analysten passen Kursziele an
An der Börse jagt die Aktie von Rekord zu Rekord. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier ein Plus von rund 235 Prozent. Auf Sicht von zwölf Monaten steht sogar ein astronomischer Gewinn von über 1.400 Prozent auf der Anzeigetafel. Am Freitag schloss die Aktie bei 282,00 Euro.
Analysten ziehen nun nach. UBS ruft ein Kursziel von 322 US-Dollar auf. Daiwa hebt die Prognose auf 324 US-Dollar an. Der aktuelle Kurs notiert allerdings bereits über dem breiten Marktkonsens.
Der RSI-Indikator signalisiert mit einem Wert von knapp 64 eine weiterhin starke Dynamik. Der Kurs verläuft massiv über der 50-Tage-Linie von 213,43 Euro. Die Integration von Wasserstoff in die nationale Energiestrategie stützt den langfristigen Aufwärtstrend. Mit dem Oracle-Deal und der neuen FERC-Regelung im Rücken hat das Management nun alle Trümpfe für das zweite Halbjahr in der Hand.
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