BMW: 435.378 Aktien im Rückkauf
BMW erwarb zuletzt 435.378 eigene Aktien, während neue Elektroprojekte anlaufen und DZ Bank sowie Bernstein die Aktie unterschiedlich bewerten.

- BMW kauft 435.378 Stammaktien zurück
- Zweimillionstes Elektroauto Ende August ausgeliefert
- Serienfertigung des neuen i3 angelaufen
- DZ Bank und Bernstein mit unterschiedlichen Kurszielen
Während BMW operativ mit Elektroauto-Meilensteinen und neuen Werksprojekten Schlagzeilen macht, setzt der Konzern parallel sein Aktienrückkaufprogramm unbeirrt fort. Zwischen dem 24. und 30. August 2026 erwarb BMW insgesamt 435.378 eigene Stammaktien über Xetra, wie aus den Pflichtmitteilungen zum laufenden Programm 2025/2027 hervorgeht. In der Woche zuvor, vom 17. bis 23. August, waren es mit 608.831 Aktien noch deutlich mehr.
Der Rückgang der Kaufvolumina von Woche zu Woche fällt auf, dürfte angesichts der üblichen Schwankungen solcher Programme aber kein Signal für eine grundsätzliche Kursänderung sein. BMW kauft im Rahmen des mehrjährig angelegten Programms regelmäßig eigene Anteile zurück und meldet die Transaktionen wöchentlich mit täglichen Teilmengen.
Elektro-Offensive läuft auf mehreren Ebenen
Die Rückkäufe fallen in eine Phase, in der BMW seine Elektrostrategie sichtbar vorantreibt. Laut Reuters lieferte der Konzern Ende August das zweimillionste Elektroauto aus – ein i5 aus dem Werk Dingolfing, übergeben an einen Kunden in Spanien. Vertriebschef Jochen Goller verwies zudem auf rund 100.000 anstehende Bestellungen für den iX3.
Zusätzlich lief im Werk München die Serienproduktion des BMW i3 an, nach Unternehmensangaben getrieben von hoher Nachfrage und einem vorgezogenen Bestellstart.
Im Werk Landshut startete parallel eine Pilotanlage im Forschungsprojekt „BayWater“ zur ressourcenschonenden Wasseraufbereitung, und im Projekt Car2Car wies BMW nach eigenen Angaben hochwertige Materialkreisläufe aus Altfahrzeugen im industriellen Maßstab nach. Für die Monterey Car Week kündigte der Konzern zudem Premieren des BMW M Concept Neue Klasse und des Vision BMW ALPINA an.
Analysten uneinig über den fairen Wert
Die Investmentbanken bewerten die BMW-Aktie derzeit unterschiedlich. Die DZ Bank senkte am 27. August ihren fairen Wert auf 60 Euro und beließ die Empfehlung bei „Halten“. Bernstein Research bestätigte am Folgetag hingegen die Einstufung „Outperform“ mit einem Kursziel von 82 Euro – eine deutlich optimistischere Sichtweise als die der DZ Bank.
Die Aktie selbst notiert aktuell bei 61,34 Euro und damit rund 3,7 Prozent über ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 59,14 Euro, was auf eine leichte kurzfristige Stabilisierung hindeutet.
Verglichen mit dem Jahreshoch bleibt der Titel jedoch weit zurück: Der Kurs liegt 37 Prozent unter dem bei 97,90 Euro markierten 52-Wochen-Hoch von Anfang Dezember.
Was die Rückkäufe für Anleger bedeuten
Aktienrückkäufe reduzieren die Zahl ausstehender Anteile und können damit rechnerisch je Aktie zugerechnete Gewinne stützen. Für BMW-Aktionäre ist das Programm ein kontinuierliches Signal, dass der Konzern trotz der operativen Umwälzungen im Elektrosegment Kapital an die Aktionäre zurückführt. Ob die wöchentlichen Kaufvolumina künftig wieder steigen, bleibt in den kommenden Meldungen des Programms 2025/2027 zu beobachten.
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