BMW Aktie: 100.000 Bestellungen für iX3
BMW verzeichnet in Europa 100.000 iX3-Aufträge und bereitet weitere Modelle vor, während die Aktie nur gering auf die Meldung reagiert.

- 100.000 iX3-Aufträge in Europa
- Stärkster Modellstart der BMW-Geschichte
- Elektroanteil beim X3 erreicht Hälfte
- i3-Bestellungen starten Ende September
Ein Jahr nach dem Marktstart zieht BMW eine Bilanz, die selbstbewusst macht: 100.000 Kunden haben allein in Europa den iX3 bestellt. Nach Unternehmensangaben ist das der stärkste Auftaktjahr eines Modells in der Geschichte der Münchner. Auch in China, wo das Fahrzeug erst seit kurzem verfügbar ist, meldet BMW reges Interesse — konkrete Zahlen nennt der Konzern dort allerdings nicht.
Vertriebsvorstand Jochen Goller wertet den Erfolg als Signal für die gesamte „Neue Klasse“ genannte Modelloffensive, deren Rollout nun an Tempo gewinnen soll. Bis Ende 2027 plant BMW insgesamt 40 neue und überarbeitete Modelle mit den dort entwickelten Technologien. Ende September starten bereits die Bestellungen für den i3, das zweite Modell der neuen Generation.
Elektroauto-Anteil steigt spürbar
Die Zahlen zeigen einen klaren Trend: Seit der Vorstellung des iX3 macht das Modell in Europa etwa ein Drittel aller Elektroautobestellungen der Marke aus. Innerhalb der X3-Baureihe insgesamt liegt der Elektroanteil mittlerweile bei rund der Hälfte — deutlich über dem sonstigen Markendurchschnitt.
Zur Einordnung: 2025 lieferte BMW weltweit knapp 2,17 Millionen Fahrzeuge der Kernmarke aus, davon waren 336.000 reine Elektroautos. Die 100.000 iX3-Bestellungen allein aus Europa fallen damit ins Gewicht.
Zum Vergleich hat Volkswagen für den seit April verfügbaren ID. Polo 30.000 Bestellungen vermeldet — der iX3 sammelte seine Zahl über einen deutlich längeren Zeitraum ein, was den direkten Vergleich relativiert.
Die Aktie reagierte auf die Nachricht verhalten. Im Tradegate-Handel notierte das Papier zunächst kaum verändert bei knapp 63 Euro, im späteren XETRA-Handel zeigte sich ein leichtes Plus auf rund 62,90 Euro. Der Markt scheint den starken Auftragseingang bereits eingepreist zu haben, statt darauf mit größeren Kursausschlägen zu reagieren.
Mit dem i3-Bestellstart Ende September und dem für 2027 angepeilten Ziel von 40 neuen Modellen bleibt der Rollout der Neuen Klasse der zentrale Prüfstein dafür, ob BMW das Momentum aus dem iX3-Erfolg in der Breite fortsetzen kann.
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